Zürich: Darum kostet das Caliente dieses Jahr neu Eintritt 

Das Caliente gehört für Fans von Latin-Klängen zu den Highlights des Jahres. 
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Das Latin-Festival Caliente findet dieses Jahr ausschliesslich auf dem Zeughausareal statt. Zugang gibts nur per Ticket, zudem erhalten Minderjährige keinen Zutritt mehr.

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Das Caliente gehört für Fans von Latin-Klängen zu den Highlights des Jahres.

Tages-Anzeiger/Thomas Egli

Bis zu 300'000 Personen strömten jedes Jahr ans Caliente.

Bis zu 300’000 Personen strömten jedes Jahr ans Caliente.

Tages-Anzeiger/Thomas Egli

Nach der pandemiebedingten Pause hat das Festival zum 25-jährigen Jubiläum nun einen Schritt zurück gemacht: Neu findet es während zwei Wochenenden nur noch auf dem Zeughausareal statt.  Zudem erhält nur noch Zugang, wer ein Ticket hat und über 18 Jahre alt ist.

Nach der pandemiebedingten Pause hat das Festival zum 25-jährigen Jubiläum nun einen Schritt zurück gemacht: Neu findet es während zwei Wochenenden nur noch auf dem Zeughausareal statt. Zudem erhält nur noch Zugang, wer ein Ticket hat und über 18 Jahre alt ist.

Tages-Anzeiger/Thomas Egli

Das Caliente ist das grösste Latino-Festival Europas. Seit 1995 fand es bis zur Corona-Pandemie jährlich im Zürcher Langstrassenquartier – vom Helvetiaplatz bis zum Kasernenareal – statt. Bis zu 300’000 Personen nahmen den Kreis 4 in Beschlag, an jeder Ecke dröhnte Musik, die Leute tanzten Salsa, Bachata oder zu Reggaeton. Nach der pandemiebedingten Pause kehrt das Festival zum 25-jährigen Jubiläum zum Ort seiner Entstehung zurück: Neu findet es während zwei Wochenenden auf dem Zeughausareal statt – just dort, wo das Caliente erstmals durchgeführt worden war. Zudem erhält nur noch Zugang, wer ein Ticket hat und über 18 Jahre alt ist.

Roger Furrer, Gründer und Veranstalter des Caliente Latin Music Festival, erklärt das folgendermassen: “Die Planungen für das Caliente fanden im Herbst 2021 statt, als in der Schweiz noch Zertifikatspflicht herrschte.” Nach den zwei extrem schwierigen Corona-Jahren habe man Planungssicherheit gebraucht und sichergehen wollen, dass das Festival auch mit Zertifikatspflicht stattfinden könne. “Das Caliente kehrt so zu seiner Geburtsstätte zurück und verwandelt sich vom grossen Strassenfest zu einem übersichtlicheren World-Music-Festival mit über 25 Live-Bands auf drei Live-Bühnen.”

“Die Alterskontrolle klappte nicht immer”

Um die Kosten für die Live-Konzerte, Sambaschulen, Security, die Technik und weitere Ausgaben bewältigen zu können, werde ein Unkostenbeitrag verrechnet, so Furrer. “Es wird ein eher symbolischer Betrag von 15 Franken freitags und 20 Franken samstags erhoben. Das liegt weit unter den Preisen, was solche Konzerte normalerweise kosten.” Mit dem Ticket werde auch das Crowd Management gewährleistet, die limitierte Platzzahl pro Abend sorge für besser kontrollierbare Besucherströme.

Und wieso erhalten unter 18-Jährige keinen Zutritt zum Caliente mehr? “Mit der neuen Handhabung gewährleisten wir nicht nur die Kontrolle des Crowd Managements, sondern vermeiden auch den Zugang zu alkoholischen Getränken für Minderjährige”, sagt Furrer. “Die Alterskontrolle klappte bei diesem Ramba-Zamba früher nicht immer an den Bars – zum Leidwesen der Suchtprävention.” Die Barmitarbeitenden hätten nicht jeden einzelnen nach dem Ausweis fragen können, manchmal sei so ein 17-Jähriger durchgekommen. “All diese Probleme sind nun gelöst.”

Die bisherigen Reaktionen seien sehr positiv ausgefallen, sagt Furrer. “Für die Latin-Music- und Tanz-Fans ist es eine Bereicherung, für sie ist auch der Eintrittspreis kein Problem.” Zufalls-Passanten und -Passantinnen werde es dafür aber weniger geben. Er selbst freue sich extrem auf das Festival, sagt Furrer: “Das Kasernen-Areal war schon immer einer der beliebtesten Orte am Festival, hier war die Atmosphäre immer spitze.”

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