Vergleich mit Österreich – Die kleine Schweiz: Ein grosses Leichtathletik-Land – Sport

Vergleich mit Österreich - Die kleine Schweiz: Ein grosses Leichtathletik-Land - Sport
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Inhalation

WM für WM wird die Schweizer Delegation grösser. Nicht selbstverständlich, wie der Vergleich mit Österreich zeigt.

22.23 Meter weit stiess Werner Günthör die Kugel an der Leichtathletik-WM 1987. Der Thurgauer, der damit in Rom Gold holte, schrieb auch nationale Geschichte. Nie zuvor hatten Schweizer Leichtathletinnen und Leichtathleten im Rahmen einer WM Edelmetall erobert. Nach zwei weiteren WM-Titeln von “Kugel-Werni” folgten immerhin noch 5 weitere Top-3-Ränge.

Mit einem Rekord-Aufgebot von 25 Athletinnen und Athleten soll diese Ausbeute an der am Freitag startenden WM in Eugene vergrössert werden. Dass diese Delegation mehr als beachtlich ist, zeigt die Gegenüberstellung mit dem österreichischen Team. Der östliche Nachbar, in Sachen Einwohnerzahl und Rahmenbedingungen durchaus vergleichbar, stellt gerade einmal eine 3-köpfige Equipe. Qualifiziert gewesen wäre ein Quartett, Siebenkämpferin Ivona Dadic verzichtete kurzfristig wegen Trainingsrückstand auf eine Teilnahme.

Für Österreich ist nur eine Medaille realistisch. Und für die Schweiz?

Auch in der Betrachtung vergangener Meriten hat Österreich das Nachsehen. Einmal Silber und 3 Bronzemedaillen lautet die gesamte WM-Errungenschaft. Diskuswerfer Lukas Weisshaidinger und Siebenkämpferin Verena Preiner verdoppelten erst 2019 in Doha mit ihren 3. Rängen die magere Ausbeute. Während Weisshaidinger im US-Bundesstaat Oregon Medaillenchancen besitzt, wird für Victoria Hudson (Speerwurf) und Susanne Walli (400 m) das Motto lauten: “Dabei sein ist alles!”

Da ist Swiss Athletics schon verwöhnter. Dass die Voraussetzungen stimmen, wurde an der Hallen-EM im März in Belgrad mit Rang 3 im Nationenranking untermauert. Mit Mujinga Kambundji wissen die Schweizerinnen die in diesem Jahre schnellste Europäerin über 100 und 200 m in ihren Reihen. Und über 4×100 m war 2022 noch keine Staffel schneller als die der Schweizer Frauen.

Und auch bei den Männern gibt es heisse Eisen im Medaillenkampf: Etwa Simon Ehammer, der im Weitsprung mit 8.45 m die Jahresweltbestleistung hält. Oder Hochspringer Loïc Gasch, der in dieser Saison als Wundertüte zu allem fähig scheint.

35 Jahre nach der Premiere von «Kugel-Werni» darf man aus heimischer Sicht also durchaus auf Medaille Nummer 9 – oder mehr – hoffen; und würde vom östlichen Nachbarn wohl neidische Blicke ernten.

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