Tag 2 am ESAF 2022 in Pratteln im Liveticker

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Der Schlussgang am Eidgenössischen Fest in Pratteln lautet Joel Wicki gegen Matthias Aeschbacher. Der Entlebucher Wicki, der bereits vor drei Jahren in Zug den Schlussgang bestritt und diesen gegen Christian Stucki verlor, zog mit einem Gestellten gegen Fabian Staudenmann in die Endausmarchung um die Königskrone ein. Der Emmentaler Aeschbacher legte Adrian Odermatt auf den Rücken und profitierte vom Gestellten von Nick Alpiger. Wicki und Aeschbacher, die beiden Punktbesten nach sieben Gängen, trafen bereits im 6. Gang aufeinander – mit dem besseren Ende für den Innerschweizer.

Eigentlich hätte es aber zu einem rein-innerschweizerischen Schlussgang kommen sollen: Denn Pirmin Reichmuth hatte seinen 7. Gang gegen Berhard Kämpf eigentlich gewonnen, doch die Kampfrichter gaben das Resultat nicht und so kriegte Kämpf noch eine Chance, die er wenig später nützte, indem er Reichmuth auf den Rücken legte.

Aeschbacher seinerseits besiegte mit einem Plattwurf den jungen Nordwestschweizer Überraschungsmann Adrian Odermatt platt und übernahm vorübergehend die Spitze. Im letzten Kampf des 7. Gangs brachte Fabian Staudenmann Joel Wicki zweimal in die Nähe einer Niederlage, aber Wicki attackierte selber ebenfalls mehrmals. Das Remis reichte ihm aus, um mit einem geringen Vorsprung in den Schlussgang einzuziehen.

Schon vor dem 7. Gang musste man feststellen, dass der starke Nordostschweizer Verband als der grosse Verlierer aus dem Eidgenössischen Fest hervorgeht. Samuel Giger war der hohe Favorit in ganzen Feld, Armon Orlik, Werner Schlegel und der Kilchberger Co-Sieger Damian Ott wurden als Kandidaten für die Schlussgang-Teilnahme hoch gehandelt. Aber schon nach dem 6. Gang war keiner der vier noch mit reellen Chancen im Rennen. Für Samuel Giger war es besonders bitter, dass er – genau wie in Zug 2016 – schon nach dem 3. Gang praktisch nicht mehr als Schwingerkönig infrage kam.

Armon Orlik, einer der begnadetsten Schwinger, ist mittlerweile 27 Jahre alt. Er kommt dem kritischen Alter, nach dem es schwierig wird, Schwingerkönig zu werden, immer näher. Auch in Pratteln wird es für den Maienfelder nichts. Nach dem Remis im 4. Gang gegen Schwingerkönig Kilian Wenger liess er sich auch vom Aargauer Eidgenossen David Schmid in einen Gestellten zwingen.

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