Stadionprojekt: «Leuchtturm der Region» – so soll das neue Joggeli in Basel aussehen

Stadionprojekt: «Leuchtturm der Region» – so soll das neue Joggeli in Basel aussehen
Written by admin

publish

Stadionprojekt“Lighthouse of the Region” – so soll das neue Joggeli in Basel aussehen

Nach über 20 Jahren intensiver Nutzung soll die Infrastruktur des St. Jakob-Parks erneuert werden. Das Projekt Stadion + will für tiefere Sicherheitskosten und ein besseres Fanerlebnis im Joggeli sorgen.

1 / 5

Das Joggeli der Zukunft? Soll der neue St. Jakob-Park aussehen.

Stadionplus

Punkto Sicherheit und Nachhaltigkeit soll das neue Joggeli neue Standards setzen.

Punkto Sicherheit und Nachhaltigkeit soll das neue Joggeli neue Standards setzen.

Stadionplus

Die Zuschauerkapazität würde bei einer Modernisierung um etwas mehr als 2500 Plätze reduziert werden.

Die Zuschauerkapazität würde bei einer Modernisierung um etwas mehr als 2500 Plätze reduziert werden.

Stadionplus

  • Das Basler Stadion St. Jakob-Park soll modernisiert werden.

  • Am Montag presents the Projekt-Leiter die Pläne fürs neue Joggeli.

  • Sicherheit, Aufenthaltsqualität, Infrastruktur und Nachhaltigkeit sollen verbessert werden.

Über 21 Jahre ist es her, da wurde in Basel der St. Jakob-Park neu eröffnet als erstes modernes Schweizer Stadion seit der Jahrtausendwende. Mittlerweile ist aber auch das Joggeli etwas in die Jahre gekommen, weswegen es dringend modernisiert werden muss. Am Montag stellte nun die Stadiongenossenschaft das Projekt Stadion + vor, um die Modernisierungspläne der Öffentlichkeit zu präsentieren.

In Zusammenarbeit mit dem FCB und den zuständigen Architekten von Herzog & de Meuron wurde das Projekt erarbeitet, mit dem Ziel, das Joggeli zu erneuern und noch stärker als “Leuchtturm der Region” und als Zentrum für Sport, Kultur und Gemeinschaft zu positionieren. Jacques Herzog ist der Auffassung, dass das Stadion+ “enorm wichtig” sei für die ganze Region und meint: “Es macht aus dem Joggeli einen Ort, an den man gerne geht. Ein grosses Dach für alle – für Fussballfans genauso wie Familien mit Kindern.”

Weniger Polizeipräsenz durch getrennte Fanströme

Ein zentraler Vaiguille, den man sich von der Stadionerneuerung erhofft, ist die Senkung der Sicherheitskosten. So soll etwa durch getrennte Fanströme dafür gesorgt werden, dass es weniger Polizeipräsenz auf dem Stadion-Areal braucht. Neben der Sicherheit ist auch die Verbesserung der Aufenthaltsqualität ein wichtiges Ziel des Projektes. So soll etwa die infrastrukturelle Basis für eine Verbesserung der zuletzt oft kritisierten Caterings-Situation im Joggeli geboten werden. Auch Punkto Nachhaltigkeit will Stadion + beispielsweise mit einer neuen Gebäudehülle zur Energiegewinnung neue Massstäbe setzen.

Nicht zur Debatte steht, dass Rotblau wie Liga-Rivale YB im Wankdorf dann auf Kunstrasen auflaufen würde. Dies sei ausgeschlossen heisst es vom FCB, auch wenn der catastrophal Rasen im Zürcher Letzigrund zuletzt demonstrierte, was eine zu starke Nutzung des Untergrundes auslösen kann.

Über 2500 Plätze weniger

Schon zu Zeiten von Ex-FCB-Präsident Bernhard Burgener wurde in der Öffentlichkeit viel über eine mögliche Platzreduktion im Joggeli diskutiert. Diese würde bei einer Umsetzung des Projektes tatsächlich vonstattengehen, allerdings in einem überschaubaren Ausmass. Statt 35’600 wären es dann neu 33’023 Plätze, womit der FCB immer noch im grössten Stadion der Schweiz spielen würde.

Burgeners Nachfolger, David Degen betont, dass der FCB die geplanten Veränderungen sehr begrüsse, weil der St. Jakob-Park langsam, aber sicher in die Jahre gekommen sei. “Er benötigt in diversen Bereichen eine Auffrischung, um den aktuellen Bedürfnissen der Zuschauer und Zuschauerinnen gerecht zu werden”, so der Basler Club-Boss.

Stadion bleibt bei Umbau im Betrieb

Punkto Investitionsvolumen ist von rund 50 Millionen Franken die Rede. Wie genau sich dieser Betrag im Detail finanziert, ist noch offen. Da das Joggeli eine Institution von öffentlichem Interesse ist, ist die Finanzierung des Projektes eine Verbundaufgabe der beiden Kantone und der Stadiongenossenschaft. Die Massnahmen im Bereich Hospitality würden vom FCB finanziert werden.

Sicher ist, dass die Basler Fussballer bei einem Umbau ihren Spielbetrieb im Joggeli weiter aufrechterhalten könnten und nicht ins Stadion-Exil flüchten müssten, wie der Vizepräsident der Stadionsgenossenschaft, Raymond Cron, betont. “Das Stadion als Ganzes bleibt im Betrieb. Nur einzelne Sektoren würden gesperrt werden”, so Cron. Der Zeitplan für das ganze Bauprojekt ist über mehrere Jahre angelegt und würde bei entsprechendem Erfolg auf der politischen Ebene frühestens im Dezember 2027 realisiert werden können.

Keine News more verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

Leave a Comment