So teuer kann die Zinswende werden

So teuer kann die Zinswende werden
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Plötzlich ging es ganz schnell: Die rasant steigende Inflation hat im vergangenen Quartal die Zinssätze für neue Hypothekarabschlüsse in die Höhe schnellen lassen. Zehnjährige Hypotheken kosten 1.23 Prozentpunkte mehr als noch vor drei Monaten.

Das geht schnell ins Geld: Auf eine Hypothek von 750’000 Franken hochgerechnet sind das jährlich 9225 Franken mehr an Zinsen, schreibt der Vergleichsdienst Comparis.

Die schlechte Nachricht: Die höheren Zinsen werden so schnell nicht wieder verschwinden. “Die teurer gewordenen Hypothekarzinssätze sind keine kurzfristigen Ausreisser”, sagt Comparis-Finanzexperte Leo Hug. “Die Zinsen für Festhypotheken sind schon lange vor dem Zinsschritt der Schweizerischen Nationalbank in der vergangenen Woche gestiegen. Die Zinsmärkte haben die unumgänglich gewordene Verknappung des Notenbankgeldes grösstenteils vorweggenommen.

Der nächste Zinsschritt kommt

Das heisst, der Hypomarkt muss sich derzeit neu finden, sich an die neue Zinsnormalität auf höherem Level gewöhnen. Der starke Zinsanstieg spiegelt die Angst vor Inflation wider, verbunden mit der bangen Frage, ob der Kampf gegen die Teuerung ohne Absturz in eine Rezession über die Bühne gehen wird. Denn die Zinserhöhungen in den USA, aber auch in der Schweiz, habe die Lage nicht etwa beruhigt, sondern im Gegenteil noch mehr Zweifel geschürt.

Auch in der Schweiz dürften die Zinsen weiter steigen: “Die SNB hat weiteren Handlungsbedarf. Sie dürfte sich in den nächsten Monaten ganz von ihrer Tiefzinspolitik verabschieden und den Leitzins bis zur Jahreswende aus der negativen Zone führen”, glaubt Hug.

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