So einen Film habt ihr noch nie gesehen: Einzigartiger Geheimtipp erscheint Jahre nach Kinopremiere endlich fürs Heimkino – Kino News

So einen Film habt ihr noch nie gesehen: Einzigartiger Geheimtipp erscheint Jahre nach Kinopremiere endlich fürs Heimkino - Kino News
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Er feierte seine hiesige Premiere vor ziemlich genau zwei Jahren, beim Fantasy Filmfest 2020.

Für FILMSTARTS-Editor Daniel ist es immer etwas ganz Besonderes, wenn ein neuer Film von Regisseur Quentin Dupieux ins Haus steht. Einerseits steht der auch als Mr. Oizo bekannte Musiker, Filmemacher und Surrealist nämlich für originelle, irrwitzige Filmkost, die sich mit schrulligen Ideen ins Gedächtnis brennt. Andererseits dauert es einfach immer wieder eine gefühlte Ewigkeit, bis wir seine einzigartigen Geschichten endlich in Deutschland zu sehen kriegen – wie nun auch die Fantasy-Komödie „Mandibles“ um eine Riesenfliege und zwei liebenswürdige Idioten zeigt.

Der Film feierte im September 2020 seine Deutschlandpremiere beim Fantasy Filmfest. Wer kein Ticket für eine der wenigen Vorstellungen erhaschen konnte, ging leer aus – denn ein offizieller Kinostart war dem „Mandibles“ nicht vergönnt. Zwei Jahre später – in der Zwischenzeit feierten mit „Smoking Causes Coughing“ (Cannes) und „Incredible But True“ (Berlinale) bereits zwei weitere Dupieux-Filme Premiere – findet er nun aber endlich den Weg in den hiesigen Handel: „Mandibles“ erscheint unter dem deutschen Titel „Eine Fliege kommt selten allein“ endlich auf DVD & Blu-ray:

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Koch Media spendiert dem skurrilen Geheimtipp eine Sammleredition inklusive DVD und Blu-ray, die im Mediabook daherkommt und somit hervorragend zu den ebenfalls in den beliebten Sonderverpackungen erschienenen Dupieux-Highlights „Rubber“ und „Reality“ passt. „Eine Fliege kommt selten allein“ lohnt sich aber nicht nur für Mediabook-Freunde, sondern vor allem für Fans einzigartig-verschrobener Figuren und Abenteuer. Genau damit establierte sich der Kanadier in den vergangenen Jahren immerhin auf den renommiertesten Filmfestivals der Welt.

Darum geht’s in “Mandibles” aka “Eine Fliege kommt selten allein”

Eigentlich sollen Jean-Gab (David Marsais) und Manu (Grégoire Ludig) nur einen Koffer abholen und ausliefern – dafür bekommen die beiden Chaoten 500 Euro. Doch wie das mit vermeintlich simplen Aufträgen in Filmen nun mal so ist, geht dabei so ziemlich alles schief, was nur schief gehen kann. Alles beginnt damit, dass Manu dafür erst einmal ein Auto stehlen muss und sich dabei einen denkbar ungünstigen Wagen aussucht. Denn in dessen Kofferraum befindet sich eine gewaltige, überdimensionierte Fliege!

Statt ihre 500-Euro-Mission weiter zu verfolgen, beschließt das Duo, das Insekten-Ungetüm abzurichten, um es künftig für Banküberfälle zu nutzen. Dieses Vorhaben wird allerdings zu einer denkbar komplizierten Aufgabe, als sie von Cécile (India Hair) und ihrer Clique aufgelesen werden. Die verwechselt Manu zu allem Überfluss auch noch mit einer früheren Flame aus Schulzeiten -und das Chaos nimmt seinen Lauf…

Eine unendlich kreative Parade schwarzen Humors

Während „Eine Fliege kommt selten allein“ natürlich in erster Linie mit dem titelgebenden Insekt (das im Laufe des Films auf den Namen Dominique getauft wird) Neugierde weckt, ist die größte Stärke am Ende aber wohl das Hauptdarsteller-Duo. Denn das „grenzdebile Gaunerduo zwischen Beavis & Butthead und Bill & Ted“, wie FILMSTARTS-Chefkritiker Christoph Petersen die beiden in unserer offiziellen Besprechung bezeichnet, sorgt für das so ziemlich größte und abgefahrenste Gag-Feuerwerk, das man in 77 Minuten unterkriegen kann.

Die FILMSTARTS-Kritik zu “Eine Fliege kommt selten allein”

Und auch Fans von Adèle Exarchopoulos kommen auf ihre Kosten, sehen sie den „Blau ist eine warme Farbe“-Star mal in einer völlig anderen, buchstäblich zum Brüllen komischen Rolle als in dem berühmten Arthouse-Hit. Das ist meist bitterböse und kein bisschen politisch korrekt, sorgt gerade deswegen aber auch immer wieder für Lacher – bevor direkt das schlechte Gewissen folgt.

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