Seltene Krankheit: Selena Gomez’ Fans wegen Tiktok-Video in Sorge – darum zittern ihre Hände

Seltene Krankheit: Selena Gomez’ Fans wegen Tiktok-Video in Sorge – darum zittern ihre Hände
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Ende Juni teilte die Sängerin ein Beauty-Tutorial auf Tiktok. Dabei fiel auf, dass ihre Hände stark zitterten. Grund dafür ist die Autoimmunerkrankung Lupus, unter der Gomez leidet.

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Die Hände von Selena Gomez hinterliessen auf Tiktok fragende Gesichter bei einigen Fans: “Warum redet hier keiner drüber, dass sie so zittert?”, so eine Userin. Der Grund dahinter: Die Musikerin leidet an Lupus.

Instagram/selenagomez

2013 wurde die Autoimmunerkrankung Lupus bei der Sängerin diagnostiziert, zwei Jahre später ging sie damit an die Öffentlichkeit.

2013 wurde die Autoimmunerkrankung Lupus bei der Sängerin diagnostiziert, zwei Jahre später ging sie damit an die Öffentlichkeit.

Instagram/selenagomez

Die Krankheit kann lebensbedrohlich sein.  “Lupus ist eine grosse Sache, die mir passiert ist”, sagte Gomez 2020 im Interview mit dem “Wall Street Journal”.  “Und das Erschreckende war, man hätte wirklich sterben können.”

Die Krankheit kann lebensbedrohlich sein. “Lupus ist eine grosse Sache, die mir passiert ist”, sagte Gomez 2020 im Interview mit dem “Wall Street Journal”. “Und das Erschreckende war, man hätte wirklich sterben können.”

Instagram/selenagomez

Über 42 Millionen Followerinnen und Follower zählt Selena Gomez auf Tiktok. Ihr Hauptcontent auf ihrem Kanal: lustige Sketches, Tanz-Videos und Beauty-Tutorials. Aus letzterer Kategorie sorgte sie bei einigen Fans jedoch erst kürzlich für besorgte Gesichter. In dem Ende Juni hochgeladenen Clip teast die 29-Jährige mit einem Schmink-Tutorial die neuen Produkte ihrer Make-up-Marke Rare Beauty an. Dabei fielen Userinnen und Usern die stark zittrigen Hände der Sängerin auf.

“Warum redet hier keiner drüber, dass sie so zittert?”, schreibt etwa eine Tiktok-Nutzerin zu dem Video. Eine weitere fügt an: “Bin ich die Einzige, der auffällt, dass sie voll zittert.” Oder: “Wie sie zittert”, ist in den Kommentaren zu lesen. Der Grund, warum das Thema auf der Social-Media-Plattform vermutlich niemand mehr anspricht, ist die jahrelange Offenheit des Megastars mit seinen Fans: «Bei mir wurde Lupus diagnostiziert und ich habe eine Chemotherapie hinter mir», offenbarte Gomez erstmals im August 2015 im Interview put “Billboard” – und machte damit ihre Erkrankung öffentlich. Nur zwei Jahre zuvor wurde bei Gomez die Autoimmunkrankheit diagnostiziert. Sie litt an Panikattacken und Depressionen, musste 2016 deswegen sogar ihre Tour absagen.

Im September 2017 unterzog sich die Musikerin als Folge der Krankheit einer Nierentransplantation. Das Organ hatte ihr ihre enge Freundin Francia Raisa gespendet. Für Gomez sei diese Bereitschaft “das ultimative Geschenk” gewesen, schrieb sie damals zu einem Foto aus dem Krankenhaus auf Instagram. Doch wie schlimm ist die Erkrankung wirklich?

Lupus – die Krankheit, die Symptom und die Folgen

Laut der Website des Unispitals Zürich greift bei Systemischer Lupus Erythematodes (SLE) das Immunsystem körpereigene gesunde Zellen an und löst so eine Entzündungsreaktion aus, was zur Schädigung von Organen führen kann. Wird diese Autoimmunkrankheit nicht medikamentös behandelt, zerstört sich der Körper selbst. Die Symptom der Krankheit sind vielfältig und zeigen sich schubweise, wobei ihr Ausmass Aponet.de – dem offiziellen Gesundheitsportal der deutschen Apothekerinnen und Apotheker – zufolge davon abhängt, wie stark einzelne Organe und das zentrale Nervensystem betroffen sind.

Ist Letzteres beteiligt, kommt es unter anderem zu Depressionen, Zittern und Krampfanfällen. Besonders ungünstig für den Krankheitsverlauf ist die Beteiligung der Nieren, die zum Nierenversagen und zur Dialysepflicht führen kann. Zudem können Betroffene an Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Haarausfall oder Gelenkschmerzen leiden, wie es auf der Unispital-Zürich-Website weiter heisst.

Von Lupus betroffen sind vor allem Frauen – darunter auch Superstars wie Lady Gaga (36) und Toni Braxton (54). Nur in einem von zehn Fällen sind Männer betroffen. In der Schweiz leiden nach Schätzungen der Universität Zürich rund 1200–4000 Patienten und Patientinnen an SLE. Welche aber die exakten Ursachen sind, ist unklar. “Nur in wenigen Fällen kann man einen Gendefekt ausmachen”, sagte Prof. Marten Trendelenburg, Stv. Chefarzt vom Universitätsspital Basel, in einem früheren Interview zu 20 Minuten.

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