Schweizer News von den EC 2022 – Ehammer auf Medaillenkurs – Petrucciani und Co. im Halbfinal – Sport

Schweizer News von den EC 2022 - Ehammer auf Medaillenkurs – Petrucciani und Co. im Halbfinal - Sport
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  • Simon Ehammer legt am 1. Tag des Zehnkampfs an den European Championships in München vor und führt bei Halbzeit mit grossem Vorsprung.
  • Die 400-m-Läufer Ricky Petrucciani, Lionel Spitz und Silke Lemmens stossen allesamt in die Halbfinals vom Dienstag vor.
  • Die Sprinterin Geraldine Frey steht nach suboptimalem Start über 100 Meter ebenfalls im Halbfinal.
  • Angelica Moser hat im Stabhochsprung den Einzug in den Final geschafft.

Ehammer an Tag 1 bestechend

Simon Ehammer hat an der EM in München seine grossen Ambitionen im Zehnkampf am 1. Tag wie erwartet unterstrichen und führt mit 4661 Punkten das Klassement bei Halbzeit an. Er hat 25 Zähler mehr auf dem Konto als bei seinem Schweizer Rekord in Götzis Ende Mai.

In seiner Paradedisziplin Weitsprung sorgte der Zehnkämpfer für einen ersten Exploit: Der 22-Jährige sprang im 2. Versuch auf eine Weite von 8,31 Metern und demit gar noch 15 Zentimeter weiter als bei der WM in Eugene, wo Ehammer Weitsprung-Bronze gewonnen hatte .

Leistungsexplosion im Hochsprung

Am Abend doppelte der Appenzeller im Hochsprung nach. Seine bisherige persönliche Bestleistung von 2.05 Metern vermochte er zu knacken. Er übersprang 2.08 m im zweiten Versuch. Auf 2.11 m riss er dann dreimal, zweimal äusserst knapp. Nur der Norweger Sander Skotheim schaffte diese Höhe.

Im 400-m-Lauf, der den 1. Wettkampftag abschloss, stellte der Schweizer seine beneidenswerte Form dann noch einmal unter Beweis. 47.40 Sekunden bedeuteten die zweitbeste Leistung über diese Distanz seiner Karriere. Ehammer baute den Vorsprung auf seinen wohl ärgsten Widersacher Niklas Kaul in beiden Disziplinen weiter aus. Der Deutsche dürfte aber am Mittwoch beim restlichen Programm (110 m Hürden, Diskus, Stabhochsprung, Speer und 1500 m, ab 08:55 Uhr live auf SRF zwei) die grosse Aufholjagd anstreben.

Mayer zieht sich vorzeitig zurück

Im Kugelstossen gelang Ehammer ein solider Wurf mit einer Weite von 14,24 Metern. Bereits in der 1. Disziplin über 100 Meter hatte der Ostschweizer zu überzeugen vermocht und seinen Lauf in 10.56 Sekunden souverän für sich entschieden. Deutlich schlechter erging es mit Kevin Mayer hingegen Ehammers Konkurrent über die gleiche Distanz. Der französische Weltrekordhalter und Weltmeister musste nach dem Auftakt bereits aufgeben. Mayer verspürte nach wenigen Metern ein Zwicken und brach den Sprint kurz darauf ab.

Frey trotz Startproblemen im Halbfinal

Erst der Verzicht von Ajla Del Ponte auf eine Teilnahme an der EM im München ebnete Géraldine Frey den Weg in die bayerische Landeshauptstadt. Ihre Chance nutzte die 25-Jährige und qualifizierte sich in ihrem Heat in einer Zeit von 11,45 Sekunden als Dritte für den Halbfinal von Dienstag. Der Start war der Zuger Sprinterin noch missglückt: Sie geriet auf den ersten Metern ins Straucheln, konnte sich aber im Rennen halten.

Spitz, Petrucciani und Lemmens souverän im Halbfinal

In den Vorläufen der Männer über 400 m haben Ricky Petrucciani und Lionel Spitz überzeugt. Beide schafften den Sprung in die Halbfinals (am Dienstag ab 12:25 Uhr live bei SRF) mit Saisonbestleistungen. Petrucciani, der in diesem Jahr bisher noch überhaupt nicht auf Touren gekommen war, lief in 45.26 Sekunden seine mit Abstand beste Saison-Zeit. Im Vorlauf belegte er Platz 2. Seine persönliche Bestleistung verpasste er um lediglich 0.24 Sekunden.

Spitz senkte seine eigene Bestmarke in 45.46 Sekunden um 9 Hundertstel. Der 21-Jährige gewann bei seiner EM-Premiere den schwächer besetzten 1. Vorlauf und darf sich für den weiteren Verlauf einiges ausrechnen. Bei den Frauen rundete die einzige Schweizerin Silke Lemmens in den Vorläufen das tolle Teamergebnis ab. Sie schaffte die direkte Qualifikation in ihrem 400-m-Heat als Dritte in 52.27 Sekunden.

Auch Stabhochspringerin Moser weiter

Gleich auf eine Höhe von 4.40 Meter liess sich Stabhochspringerin Angelica Moser die Latte zu ihrem Wettkampfauftakt legen. Und die Zürcherin meisterte die Einstiegshürde problemlos. Zehn Zentimeter höher benötigte aber auch Moser zwei Versuche, ehe sich die 24-Jährige die Final-Qualifikation der besten 12 Teilnehmerinnen sicherte.

Das erstmalige EM-Abenteuer der Baslerin Pascale Stöcklin endete nach drei verpatzten Versuchen hingegen bereits bei einer Höhe von 4,40 Metern.

Gföhler verpasst Exploit

Der Zürcher Benjamin Gföhler beendete das Weitspringen mit einer Weite von 7.49 Metern als Zehnter. Der 28-Jährige verpasste damit nach zwei Fehlversuchen das Weiterkommen deutlich.

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