Riesiger Ice Tea in Zürich West bei Migros-Baustelle

Riesiger Ice Tea in Zürich West bei Migros-Baustelle
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In Zürich West steht bald eine der grössten Werbeflächen der Schweiz.Picture: watson

Die Migros macht aus ihrem denkmalgeschützten Büro-Gebäude in Zürich eine riesige Ice-Tea-Werbung. For einen Weltrekord reicht es aber nicht.

19.08.2022, 20:3219.08.2022, 21:32

Der Migros Ice Tea gilt als eines der beliebtesten Süssgetränke der Schweiz: Er ist so bekannt, dass er von Liebhaberinnen und Liebhabern sogar blind als Favorit erkannt wird, wie es der “Kassensturz” vor einigen Jahren herausfand. Das Getränk im blauen Tetrapak oder der blauen Flasche ist jedoch keine Erfindung der Migros selbst: Die Konkurrentin Coop lancete 1983 als erster Laden das süsse Getränk.

Das Produkt der Migros wurde aber zum Kassenschlager und quasi zum PR-Selbstläufer: Wirklich viel Werbung musste dafür nicht mehr gemacht werden. Es überrascht deshalb, was in diesen Tagen auf der Zugstrecke zwischen Zürich und Altstetten zu sehen ist: Auf Höhe Duttweilerbrücke ist ein riesiges Ice-Tea-Plakat zu sehen.

Die Dimensionen haben es in sich: Es hängt auf dem 48 Meter hohen und rund 43 Meter breiten Migros-Hochhaus Herdern. Die Werbefläche versteckt während der kommenden Monate die Umbauarbeiten am denkmalgeschützten Sitz der Migros-Regionalgenossenschaft Zürich. Das Gebäude an der Pfingstweidstrasse soll bis Ende August 2022 komplett umhüllt sein, sodass es von allen Seiten aus (und nicht mehr nur für Pendlerinnen und Pendler) wie das blaue Tetrapak aussieht.

Das Plakat ist 40 Meter breit und nicht ganz 56 Meter hoch.

Das Plakat ist 40 Meter breit und nicht ganz 56 Meter hoch.Picture: watson

Die Idee kam – so erklärt die Zürcher Migros-Sprecherin Gabriela Ursprung gegenüber watson – von einem Mitarbeiter: “Er fand, dass eine normal Baustellenumhüllung langweilig aussehe und die rechteckige Hochhaus-Form wie ein Ice-Tea-Tetrapak aussehen würde.”

Wie teuer die Umsetzung der Idee war, wollte Ursprung nicht sagen (“Wir sprechen nicht über solche Zahlen”) – sie gibt aber zu, dass die Werbefläche “ein wenig teurer war” als eine normale Baustellenumhüllung.

Für einen Guinness-Weltrekord reicht es zwar nicht (das Genfer Grundeinkommen-Plakat war mit 72 mal 110 Meter grösser) – die Idee zahlte sich für die Migros aber bereits aus: Sie belieferte etwa die Gratiszeitung “20 Minuten” mit Fotos der Werbefläche, wodurch die Werbung auch ausserhalb von Zürich bekannt wurde. Die Migros will Bilder der Riesenwerbung in den kommenden Tagen für weitere Ideen nutzen – so sei auch ein Konzert in der Nähe der Baustelle geplant.

Die Umbauarbeiten betreffen die denkmalgeschützte Betriebszentrale der Zürcher Migros-Genossenschaft. Das Hochhaus mit der bekannten Backsteinfassade wurde 1965 eröffnet und gilt als eines der Wahrzeichen der Migros. Die Genossenschaft saniert das Gebäude umfassend bis 2023.

So sah der Migros-Gebäudekomplex in Zürich West im Jahr 1974 aus.

So sah der Migros-Gebäudekomplex in Zürich West im Jahr 1974 aus.Picture: PHOTOPRESS-ARCHIV

(pit)

Die Schweiz soll auch künftig nicht eigenständig Strafmassnahmen gegen Personen und Unternehmen ergreifen können. Dieser Meinung ist die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerats (SIK-S). Sie stellt sich gegen einen Entscheid aus dem Nationalrat.

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