Prozess gegen Johnny Depp: Heard blitzt mit Antrag auf Aufhebung des Urteils ab

Prozess gegen Johnny Depp: Heard blitzt mit Antrag auf Aufhebung des Urteils ab
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Prozess gegen Johnny DeppHeard blitzt mit Antrag auf Aufhebung des Urteils ab

Die Richterin wies die Vorwürfe der US-Schauspielerin Amber Heard auf Betrug oder Rechtsverletzung beim Verleumdungsprozess gegen Johnny Depp ab. Die Schadenersatzforderungen bleiben bestehen.

So reacted Amber Heard am 1. Juni auf die Verlesung des Urteils.

20 Minuten/Twitter/Sierra Gillespie

Die US-Schauspielerin Amber Heard ist nach dem Verleumdungsprozess gegen ihren Ex-Mann Johnny Depp mit dem Versuch gescheitert, das Urteil aufheben zu lassen. Die zuständige Richterin Penney Azcarate wies am Mittwoch einen Antrag von Heards Anwälten auf einen neuen Prozess trotz einer Verwechslung bei einem der sieben Geschworenen zurück.

Bei dem Prozess in Fairfax im Bundesstaat Virgina hatte nach Angaben von Heards Anwälten ein Mann in der Jury gesessen, obwohl eigentlich dessen Vater für den Geschworenendienst vorgeladen worden war. Beide haben den gleichen Namen und wohnen an derselben Address.

Richterin Azcarate erklärte nun aber, durch die Verwechslung sei für Heard kein Nachteil entstanden. “Es gibt keinerlei Beweis für Betrug oder Fehlverhalten.” Beide Konfliktparteien hätten die Geschworenen akzeptiert. Alle Geschworenen hätten sich zudem an ihren Eid und die Vorgaben des Gerichts gehalten, erklärte Azcarate.

Zehn Millionen Schadenersatz for Depp

Bei dem international beachteten Zivilprozess in Fairfax nahe der US-Hauptstadt Washington hatten sich die Geschworenen Anfang Juni weitgehend auf Depps Seite gestellt: Sie verurteilten Heard zur Zahlung von mehr als zehn Millionen Dollar Schadenersatz an den Star der “Fluch der Karibik”-Filme. Depp wurde im Gegenzug zu lediglich zwei Millionen Dollar Schadenersatz an die aus Filmen wie “Aquaman” und “The Danish Girl” bekannte Schauspielerin verurteilt.

Depp hatte Heard, mit der er zwischen 2015 und 2017 verheiratet war, auf 50 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt. Grund war ein Beitrag Heards für die “Washington Post” aus dem Jahr 2018, in dem die Schauspielerin sich als Opfer häuslicher Gewalt bezeichnete.

Die heute 36-Jährige nannte ihren Ex-Mann dabei zwar nicht namentlich; Depp argumentierte aber, der Vorwurf ziele eindeutig auf ihn ab und habe seiner Karriere schwer geschadet. Heard hatte mit einer Gegenklage gegen den heute 59-Jährigen reactiert.

(AFP/chk)

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