Null Prozent Zinsen: Dieses Zürcher Start-up verkauft E-Bikes auf Raten

Start-up-Gründer Fabian Bollhalder will, dass alle Menschen aus allen sozialen Schichten ein E-Bike kaufen können. 
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“MyBikePlan” bietet Elektro-Velos auf Ratenzahlung an – und das ohne Zinsen. So sollen Menschen aus allen Sozialschichten Zugang zu E-Bikes bekommen.

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Start-up-Gründer Fabian Bollhalder will, dass alle Menschen aus allen sozialen Schichten ein E-Bike kaufen können.

MyBikePlan

Darum hat er «MyBikePlan» 2019 gegründet.

Darum hat er «MyBikePlan» 2019 gegründet.

MyBikePlan

Interessierte können so ein Velo kaufen und per Ratenzahlung abzahlen.

Interessierte können so ein Velo kaufen und per Ratenzahlung abzahlen.

MyBikePlan

Fit werden und etwas Gutes für die Umwelt tun: Velofahren liegt im Trend. Besonders beliebt sind E-Bikes. Denn die Fahrräder mit dem eingebauten Motor erleichtern das Strampeln und eignen sich für längere Strecken und bergauf. Doch günstig sind die Elektro-Velos nicht.

Darum bietet das Zürcher Start-up “MyBikePlan” E-Bikes auf Raten an: Pro Monat zahlen Interessierte einen bestimmten Betrag, bis das Bike abbezahlt ist – ohne Zinsen. Dadurch bezahlen Käuferinnen und Käufer am Schluss nicht mehr als den Kaufpreis.

Dass die Bikes zinsfrei angeboten werden, ermöglicht die Zusammenarbeit mit dem Valora-Finanzdienstleister Bob Finance. Dieser erhält im Gegenzug einen Anteil des Gewinns. Wie hoch die Beteiligung ist, verrät das Start-up aber nicht.

Kunden schliessen dafür einen Finanzvertrag ab. Dieser wird von Bob Finance über die Zentralstelle für Kreditinformation ZEK und den Zürcher Wirtschaftsdaten-Anbieter Crif überprüft. “So wird sichergestellt, ob die Kunden finanziell stabil sind”, erklärt Gründer Fabian Bollhalder.

400 Bikes pro Monat

Das Start-up sei seit der Gründung 2019 profitabel, und das ohne external Investments. Die E-Bikes werden mit einer Händlermarge bei vorwiegend Schweizer Herstellern eingekauft und anschliessend mit einer Marge über “MyBikePlan” weiterverkauft. “Wir finanzieren uns vom Verkaufsgewinn der E-Bikes”, erklärt Bollhalder.

Zurzeit verkauft das Start-up 400 Velos im Monat. Das günstigste Modell gibt es ab 47.71 Franken pro Monat über einen Zeitraum von 48 Monaten. Mit seinem Unternehmen wolle er allen Menschen aus allen sozialen Schichten E-Bikes zugänglich machen, sagt Bollhalder.

Keine Schulden wegen E-Bike machine

Vonseiten der Schweizerischen Fachstelle Velo und E-Bike SFVE gibt es positives Feedback zum Zürcher Unternehmen: “Wir freuen uns über jedes Angebot, das Velofahren attraktiv macht”, sagt Leiter Martin Platter. Er weist aber darauf hin, dass es zu keiner Verschuldung kommen sollte beim Kauf eines Velos.

“Wer sich ein E-Bike auf Raten nicht leisten kann, sollte lieber die Finger davon lassen”, so Platter. Grundsätzlich unterstütze die Fachstelle aber den E-Bike-Boom und setzt sich auch auf politischer Ebene für eine bessere Infrastruktur für Velos ein.

Helm und Fahrkurs für Anfänger

Interested, die noch nie ein E-Bike hatten, sollten sich laut Platter aber gut informieren. Ein Helm sei bei gewissen Elektro-Velos Pflicht und gerade für Anfänger empfehlenswert. “Wer sich unsicher fühlt, sollte zuerst einen Fahrkurs absolvieren”, sagt Platter.

Zudem könne man bei den meisten Herstellern die Motorleistung der Fahrräder sanfter einstellen. Beliebt sei auch ein Radar im Rücklicht. Dieser dient als Abstandwarner und zeigt im Display an, ob sich von hinten ein Auto nähert. Seit dem 1. April gilt zudem eine Lichtpflicht in der Nacht und am Tag bei E-Bikes.

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