Model S Plaid statt neuen Roadster > teslamag.de

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Written by admin

Die Präsentation des Tesla Semi im November 2017 war ein voller Erfolg – ​​und das gleich in doppelter Hinsicht. Denn nicht nur kam der elektrische Lastwagen hervorragend an, der für 180.000 Dollar mit einer Akku-Ladung 800 Kilometer weiter fahren soll, Tesla begeisterte auch noch mit einer neuen Generation des Roadster (s. Foto), die man sofort als Beifahrer erleben und bestellen konnte . Die Produktion der beiden neuen Modelle sollte damals im Jahr 2020 beginnen, doch vom Roadster ist seitdem noch weniger Konkretes zu hören als vom Semi. Und ein Blogger hat jetzt das Angebot erhalten, stattdessen ein Model S Plaid zu nehmen.

Neuer Roadster wird zum späten Nachtisch

Seit Mai 2019 ist der neue Roadster für Tesla-CEO Elon Musk der „Nachtisch“, wie er in einem Podcast-Interview sagte. Etwa ein Jahr später konkretisierte er das mit demselben Ausdruck: Vorher müsse die Gigafactory bei Berlin gebaut und die in China vergrößert werden, und auch Cybertruck und Semi sollten vor dem Roadster kommen. Damals sollte all das bis Ende 2021 erledigt sein. Doch die beiden Nutz-Elektroautos lassen auf sich warten, und damit auch der Roadster – und außerdem muss Tesla auch noch die neue Gigafactory in Texas richtig ins Laufen bringen und bereitet offenbar weitere Fabrik-Standorte vor.

Der Nachtisch für Tesla und seine Kunden verschob sich also weiter. Zuletzt kündigte Musk ihn in diesem April ebenso wie Semi und Cybertruck für das Jahr 2023 an. Zu dieser Zeit wurde auch ein Dokument einer Marktforschungsfirma bekannt, in dem von einem Start der Roadster-Produktion ab Juli in Fremont die Rede war. Das wäre nach dem langen bisherigen Warten gar nicht mehr so ​​lang. Aber im Rest dieses Quartals versucht Tesla offenbar erst einmal, Besteller des Roadster zum Umstieg auf ein Model S Plaid zu bewegen.

Darüber informierte am Dienstag auf Twitter Fred Lambert, der Hauptautor des Blogs Electrek, der sich mit früheren Tesla-Weiterempfehlungen zwei Roadster mit 100 Prozent Rabatt auf den Kaufpreis gesichert hat: Er veröffentlichte eine E-Mail, in der er von Tesla als Roadster-Reservierer angesprochen wird und das Angebot bekommt, stattdessen (oder vorher) ein Model S Plaid zu nehmen. Mit einer Beschleunigung in 2.1 Sekunden von 0-100 km/h sei es das schnellste Serienauto auf dem Markt – und zudem kurzfristig verfügbar. In der E-Mail sind Daten zu drei der Plaid-Teslas mit unterschiedlichen Ausstattungen zu sehen.

Tesla reacts nicht auf Gegenvorschlag

Manche Twitter-Nutzer versstanden das als Indiz dafür, dass Tesla den Roadster gar nicht mehr bauen will. Es könnte allerdings auch schlicht damit zusammenhängen, dass im laufenden zweiten Quartal noch gerettet werden soll, was nach dem Wegfall von etwa zwei Dritteln der Tesla-Produktion in China wegen Corona-Lockdowns noch zu retten ist: Wer einen Roadster bestellt hat, könnte spontan auch für ein Model S Plaid zu begeistern sein, das noch vor Ende Juni zu den Tesla-Auslieferungen und -Einnahmen in Q2 beitragen würde.

Lambert selbst versuchte, Tesla ein Gegenangebot zu machen, wie er weiter schrieb: Er wollte auf einen seiner kostenlosen Roadster verzichten, wenn er dafür eines der Model S Plaid bekommt. Damit wären die Prämien-Kosten für das Unternehmen etwa 100.000 Dollar niedriger, doch auf den Vorschlag ging es nicht ein. Finanziell gesehen sei das nur nachvollziehbar, wenn Tesla gar nicht vorhabe, die Roadster wie versprochen an fleißige Kunden-Anwerber zu verschenken, schrieb der Blogger. Endgültig klären lassen wird sich diese Frage aber wohl erst, wenn es den Roadster wirklich gibt – also 2023 oder wann auch immer Elon Musk genügend Zeit zumindest für einen Nachtisch zwischendurch sieht.

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