Jubiläumstour: Tote Hosen sorgen in Zürich für glückliche, aber geschaffte Gesichter

Jubiläumstour: Tote Hosen sorgen in Zürich für glückliche, aber geschaffte Gesichter
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JubiläumstourTote Hosen sorgen in Zürich für glückliche, aber geschaffte Gesichter

Auch 40 Jahre nach der Gründung sind Die Toten Hosen kein bisschen müde. Genauso wenig wie die Fans, die mit ihnen im Letzigrund feierten.

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Fairy Anabelle Riebeling

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Die Toten Hosen gaben sich am Sonntag in Zürich die Ehre.

20min/Taddeo Cerletti

Der Gig im Letzigrund Stadt fand im Rahmen der “Alles aus Liebe – 40 Jahre Die Toten Hosen”-Tour statt.

Der Gig im Letzigrund Stadt fand im Rahmen der “Alles aus Liebe – 40 Jahre Die Toten Hosen”-Tour statt.

20min/Taddeo Cerletti

Sänger Campino und seine Band-Kollegen gaben wie gewohnt alles.

Sänger Campino und seine Band-Kollegen gaben wie gewohnt alles.

20min/Taddeo Cerletti

Zum Bandjubiläum lassen es Die Toten Hosen noch einmal richtig krachen: mit der Compilation “Alles aus Liebe: 40 Jahre Die Toten Hosen”. Und live. Am Sonntag hiess es: “Hallo Zürich! Wir freuen uns so wahnsinnig, heute bei euch zu sein!” Es sei der 27. Gig in der Limmatstadt, so Sänger Campino. Die Freude beruhte auf Gegenseitigkeit.

Die Band stand noch nicht auf der Bühne, da flogen die Arme im Publikum schon in die Höhe. Der Grund: Es wurden zwei Band-Flaggen gehisst, die durchaus als Ansage für den Abend gewertet werden konnten. ‘Bis zum bitteren Ende’ hiess es darauf. Tatsächlich gaben die Düsseldorfer bis zur letzten Minute alles.

Auf das schriftliche Versprechen folgte ein Intro im Westernstyle, in dem jedes einzelne Bandmitglied vorgestellt wurde. “Als ob das nicht eh jeder hier wüsste”, raunte es neben mir. Ob notwendig oder nicht: Es war ein grosses Opening für einen grossen Abend.

Wie damals – nur mit Handys

Vorgewärmt von der Sonne und den Vorbands Donots und Feine Sahne Fischfilet, liessen es die Düsseldorfer Band und die Fans im fast ausverkauften Letzigrund Stadion ordentlich krachen. Nach drei Jahren pandemiebedingter Bühnenabstinenz merkte man es der Band an, wie sehr sie es geniesst, wieder auf Tour zu sein. Die Fans feierten ab Minute eins mit.

Wer in früheren Jahren schon dabei war, fühlt sich an “damals” erinnert: Campinos Stimme und Sprüche, die Spielfreude der Band – alles wie früher. Neu sind einzig die Smartphones, die neben den mit Festivalbändchen geschmückten Armen und den vereinzelt geschwenkten Flaggen im Publikum in den Himmel gestreckt werden.

Best-of-Die-Toten-Hosen und ein Song von der Konkurrenz

Fast zweieinhalb Stunden dauerte die Show, die punkt 22.30 Uhr mit der Partygröhl-Nummer «Eisgekühlter Bommerlunder» zu Ende ging. Davor spielten sich die Düsseldorfer kreuz und quer durch die Songs aus 40 Jahren Bandgeschichte: “Hier kommt Alex”, “Wünsch dir was” und “Bonnie und Clyde” – ein Best-of-Programm, das kaum einen Wunsch offen liess. Auch neuere Lieder hatten ihren Platz. Genauso wie “der” Ärzte-Song schlechthin, “Schrei nach Liebe”. Vor der Bühne immer: eine riesige Party.

Als die Band schliesslich die Bühne verlässt, sieht man – “on stage” aber auch davor – durchweg glückliche, aber auch geschaffte Gesichter. So wie es sich für eine gute (Geburtstags-)party gehört. Und das war es ja irgendwie auch.

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