Innerschweizer Jubel: Joel Wicki krönt sich in Pratteln zum Schwingerkönig!

Innerschweizer Jubel: Joel Wicki krönt sich in Pratteln zum Schwingerkönig!
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Wicki krönt sich zum Schwingerkönig

Er besiegt Aeschbacher im Schlussgang.

Nach 36 Jahren hat das Warten der Innerschweizer endlich ein Ende. Joel Wicki bezwingt im Schlussgang des ESAF in Pratteln den Berner Matthias Aeschbacher und krönt sich zum Schwingerkönig!

Damit holt der 25-Jährige nach, was ihm vor drei Jahren nur ganz knapp verwehrt blieb. In Zug stand er im Schlussgang gegen Christian Stucki. Der Berner gewann und holte sich den Königstitel, Wicki hingegen musste sich mit der exakt gleichen Punktzahl mit dem Titel Erstgekrönter begnügen. Jetzt hat er diesen “Tolggen in seinem Reinheft” endgültig ausradiert.

Nicht Top-Favorit

Vor Beginn des ESAF in Pratteln hatte Wicki zwar zu den Favoriten gehört. Viele aber sprachen von Samuel Giger, dem wohl besten und stärksten Schwinger der letzten beiden Jahre, der noch höher einzustufen war, seine Zeit für den Königstitel schien gekommen. Auch Wickis Innerschweizer Verbandskollege Pirmin Reichmuth wurden beinahe grössere Chancen eingeräumt, speziell nachdem der langzeitverletzte die ersten fünf Gänge allesamt für sich entschieden hatte.

Wicki hingegen war am Samstag mit einem Gestellten gegen den jungen Berner Adrian Walther gestartet, das hatte ihn zu Beginn etwas zurückgebunden. Doch der 25-Jährige steigerte sich von Gang zu Gang, siegte fünfmal in Folge, darunter war auch der Sieg gegen Schlussganggegner Matthias Aeschbacher im 6. Gang.

Knüsel-Nachfolger

Mit seinem Königstitel beendet Wicki die andauernde Sehnsucht seiner Innerschweizer: Der grösste Teilverband hatte zuvor nur einen einzigen König gestellt – im Vergleich haben die Berner 27, die Nordostschweiz 12, die Nordwestschweiz 5, die Südwestschweiz 1. Der Triumph von Heinrich “Harry” Knüsel war vor langen 36 Jahre perfekt gemacht worden. 1986 in Sitten hatte er den grossen Favoriten Ernst Schläpfer im Schlussgang bezwungen. Jetzt hat Wicki – mit drei Jahren Verspätung – Knüsels Erbe übernommen. (hua)

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