Ihre letzte Reise: Der Sarg der Queen braucht zehn Tage bis nach Windsor

Ihre letzte Reise: Der Sarg der Queen braucht zehn Tage bis nach Windsor
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Ihre letzte ReiseDer Sarg der Queen braucht zehn Tage bis nach Windsor

Der Sarg mit dem Leichnam von Königin Elizabeth wird am Sonntag nach Edinburgh und nächste Woche dann weiter nach London gebracht. Inzwischen wurden auch Details zum Staatsbegräbnis bekannt.

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Grossbritannien trauert um seine Queen.

AFP

Am Sonntag, 11. September, tritt sie ihre letzte Reise an.  Zunächst wird der Leichnam von Balmoral nach Edinburgh überführt.

Am Sonntag, 11. September, tritt sie ihre letzte Reise an. Zunächst wird der Leichnam von Balmoral nach Edinburgh überführt.

AFP

Zwei Tage später wird der Leichnam nach London überführt.

Zwei Tage später wird der Leichnam nach London überführt.

AFP

  • Die Queen ist am 8. September im Alter von 96 Jahren verstorben.

  • Die zehntägige Staatstrauer ist im vollen Gang.

  • Am Sonntag wird ihr Leichnam per Auto von Balmoral nach Edinburgh überführt.

  • Am Dienstag geht ihre letzte Reise weiter nach London – per Flugzeug.

Drei Tage nach dem Tod von Queen Elizabeth II soll ihr Leichnam an diesem Sonntag nach Edinburgh überführt werden. Die britische Königin war am Donnerstag im Alter von 96 Jahren auf Schloss Balmoral in den schottischen Highlands gestorben. Von dort aus soll der Leichnam nun per Auto in die rund 120 Kilometer entfernt liegende schottische Hauptstadt gebracht werden – zunächst in den Holyrood-Palast, die offizielle Residenz der Queen in Schottland.

Am Montag wird der Sarg dann in einer feierlichen Prozession unter Teilnahme des neuen Königs Charles III. und anderer Royals zur St.-Giles-Kathedrale gebracht. Bis Dienstag wird der Sarg sleeps aufgebahrt sein. Auch die Öffentlichkeit bekommt dann die Gelegenheit, der Queen noch einmal Respekt zu zollen und einen letzten Abschied zu nehmen.

Am Dienstag wird der Sarg nach London überführt. Tags darauf wird er in einer öffentlichen Prozession durch die Strassen der Londoner Innenstadt gefahren. Wie der Palast am Samstag mitteilte, soll der Sarg auf einem als Lafette bezeichneten, von Pferden gezogenen Fuhrwerk vom Buckingham-Palast ins Parlament gebracht werden.

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Freitag, 9. September:
Freitag, 9. September:

In Grossbritannien begann eine Staatstrauer: Geplante kulturelle und Sportveranstaltungen wurden abgesagt, Kaufhäuser blieben geschlossen, selbst die Mitarbeiter von Bahn und Post sagten ihre Streiks ab.

Getty Images

Zeremonielle Böllerschüsse sind im Gedenken an die verstorbene Königin abgefeuert worden: Etwa am Tower von London, in Edinburgh, Cardiff, Plymouth, York, Stonehenge sowie in Gibraltar, dem britischen Überseegebiet an der Südspitze Spaniens.

Zeremonielle Böllerschüsse sind im Gedenken an die verstorbene Königin abgefeuert worden: Etwa am Tower von London, in Edinburgh, Cardiff, Plymouth, York, Stonehenge sowie in Gibraltar, dem britischen Überseegebiet an der Südspitze Spaniens.

AFP

Die Trauer im Königreich ist gewaltig.  An Plätzen in Grossbritannien hatten sich schon am Donnerstag Tausende versammelt, Blumen niedergelegt oder die Nationalhymne “God Save the Queen” gesungen.  Viele weinten.

Die Trauer im Königreich ist gewaltig. An Plätzen in Grossbritannien hatten sich schon am Donnerstag Tausende versammelt, Blumen niedergelegt oder die Nationalhymne “God Save the Queen” gesungen. Viele weinten.

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Der Leichenzug soll die Prachtstrasse “The Mall” hinabführen und über den Exerzierplatz Horse Guards Parade und die Strassen White Hall und Parliament Street zum als Palace of Westminster bezeichneten Parlament führen. Dort soll die Queen vier Tage lang aufgebahrt werden. Auch dort sollen die Menschen noch einmal die Gelegenheit haben, von der Queen Abschied zu nehmen. Viele Tausend werden erwartet.

Letzte Ruhestätte auf Schloss Windsor

Das Staatsbegräbnis findet schliesslich am 19. September statt. Um zwölf Uhr (Schweizer Zeit) ist in der Westminster Abbey in London ein Gottesdienst geplant. Die Menschen in Grossbritannien erhalten einen zusätzlichen arbeitsfreien Tag. Charles III. hatte anlässlich seiner Proklamation diesen Feiertag genehmigt.

Ihre letzte Ruhestätte findet die Queen dann in der St.-George-Kapelle auf dem Gelände von Schloss Windsor, wo auch ihr Ehemann Prinz Philip ruht, der am 9. April 2021 starb. Dort wurden auch ihre engsten Angehörigen, ihr Vater George VI., ihre “Queen Mum” genannte Mutter und ihre Schwester, Prinzessin Margaret, beigesetzt.

Zu dem Staatsbegräbnis werden zahlreiche Staats- und Regierungschefs aus aller Welt erwartet, darunter mehrere Königinnen und Könige europäischer Staaten.

Die Regentschaft des neuen Monarchen Charles III. begann am Samstag auch offiziell, obwohl er schon mit dem Tod seiner Mutter automatisch König geworden war. In einer feierlichen Zeremonie im St.-James’-Palast in London wurde der 73-Jährige als britischer König ausgerufen.

“Ich bin mir des grossen Erbes und der Pflichten und schweren Verantwortung des Monarchen, die mir nun übertragen wurden, zutiefst bewusst”, sagte Charles III. Die Regentschaft seiner Mutter sei unübertroffen gewesen in Länge, Hingabe und Ergebenheit. Er werde sich bemühen, ‘dem inspirierenden Vorbild, das mir gegeben wurde, zu folgen, indem ich die Verfassung hochhalte und Frieden, Harmonie und Wohlstand der Völker dieser Inseln, der Commonwealth-Gebiete und Territorien auf der ganzen Welt anstrebe’.

(DPA/roy)

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