Hyundai presents Ioniq 6 – seine Reichweite beeindruckt

Hyundai presents Ioniq 6 – seine Reichweite beeindruckt
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Der Ioniq 6 kommt Ende 2022. picture: hyundai

Stromer-Zuwachs bei Hyundai: Der Ioniq 6 verstärkt ab Ende des Jahres die wachsende E-Auto-Familie der Koreaner. Seine Reichweite beeindruckt.

14.07.2022, 12:4614.07.2022, 13:44

Christopher Clausen / t-online

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Hyundai hat viel vor beim Thema E-Mobilität: In acht Jahren wollen die Koreaner elf Stromer im Angebot haben. Mit dem Ioniq 6 kommt Ende des Jahres das zweite vollelektrische Ioniq-Modell bei uns auf den Markt.

So sieht er aus

Wie schon beim 2021 eingeführten 5 geht Hyundai eigene Wege bei der Gestaltung des Ioniq 6, weicht aber in weiten Teilen vom kantigen Design des Ioniq 5 ab.

Aerodynamisch: Der Ioniq 6 duckt sich flach auf die Strasse. Das bringt Vaiguillee bei der Reichweite.picture: hyundai:

Der Ioniq 6 ist eindeutig keine Limousinen-Version des Steilheck-Ioniq 5, sondern optisch eigenständig – auch wenn er Details wie die Pixel-Grafik der Leuchten mit ihm gemeinsam hat. “Streamliner” nennt Hyundai ihn, in Anlehnung an die stromlinienförmigen Autos, die ab Ende der 1930er Jahre auf den Markt kamen.

Zum Vergleich: Der kantige Ioniq 5

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what: hyundai

Die Aussenhaut ist betont aerodynamisch mit einer sich im weiten Bogen spannenden Dachlinie, die bis weit in den kurzen Heckbürzel reicht. Die Nase sitzt deutlich tiefer und ist glatter, der Ioniq 6 duckt sich richtig auf die Strasse.

Hinzu kommen die mit der Blechhaut bündigen Türgriffe sowie die kleinen Kamerahalter in den Vordertüren, die als Ersatz für Aussenspiegel dienen. Lohn der Mühen ist ein cW-Wert von niedrigen 0.21 (Ioniq 5: 0.28).

Das bietet der Ioniq 6

Mit 4.86 Metern ist der Ioniq 6 über 20 Zentimeter länger als der Ioniq 5, sein Radstand fallt mit 2.95 Meter hingegen fünf Zentimeter kürzer aus. Trotz des zum Heck hin abfallenden Dachs bietet der Fond neben viel Beinauch eine gute Kopffreiheit. Hyundai betont, dass die Sitze rund 30 Prozent dünner gearbeitet sind als bei vergleichbaren Modellen, aber dennoch bequem sein sollen. Das schafft mehr Raum.

picture: hyundai

Ausserdem zeichnen den 6 ein durchgehend flacher Boden sowie in der optionalen Viersitzer-Version eine durchgehende Mittelkonsole aus. Das Interieur gefällt unter anderem mit teilweise aus recyceltem Kunststoff gefertigten Oberflächen, mit einem aufgeräumten Cockpit und wohnlicher Atmosphäre.

Reduktion ist hier das Motto: Die Türen sind frei von Knöpfen, die Taster für die Fensterheber beispielsweise befinden sich in der Mittelkonsole. Auf der lässt sich auf ein Laptop abstellen, wenn die Ladepause fürs Arbeiten genutzt wird. Dafür sind auch 220-Volt-Steckdosen mit an Bord.

Aufgeräumter Innenraum mit Besonderheiten: Lenkrad mit vier Leuchtpunkten, Displays für die Aussenkameras im Armaturenbrett integriert, Türen ohne integrierte Tasten.

Aufgeräumter Innenraum mit Besonderheiten: Lenkrad mit vier Leuchtpunkten, Displays für die Aussenkameras im Armaturenbrett integriert, Türen ohne integrierte Tasten.picture: hyundai

Eine weitere Besonderheit: Auf dem Lenkrad befinden sich statt des Hyundai-H vier zentrale Leuchtelemente. Sie geben ein visuales Feedback der Spracherkennung und informieren zudem über den Ladezustand. Wenn Sie einmal ins Morsealphabet schauen: Vier Punkte stehen für, richtig, den Buchstaben H.

Blick in the Cockpit of the Kommenden E-Limousine von Hyundai.

Blick in the Cockpit of the Kommenden E-Limousine von Hyundai.picture: hyundai

Neben den beiden optionalen Monitoren der kamerabasierten Aussenspiegel bietet das Cockpit noch zwei 12-Zoll-Displays auf dem Armaturenbrett. Die Anzeige hinterm Lenkrad ist vornehmlich für fahrrelevante Informationen, der rechts davon befindliche Touchscreen ist für so ziemlich alles andere verantwortlich.

In Sachen Assistenten ist der Hyundai auf der Höhe der Zeit: Er parkt selbstständig ein, hilft beim Spurwechsel, hält ansonsten die Spur, erkennt Verkehrszeichen und Querverkehr beim Ausparken.

Das kann seine Technik

Mehrere Motor- und Batteriepakete stehen zur Auswahl. Die 77.4-kWh-Batterie mit grosser Reichweite gibt es mit Heck- oder Allradantrieb. Das Topmodell bietet eine Systemleistung von 325 PS und 605 Nm Drehmoment, und benötigt für den Sprint von 0 auf 100 km/h lediglich 5.1 Sekunden.

600 Kilometer Reichweite, schnellladen up to 350 kW

Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale des Ioniq 6 zum 5 ist seine Reichweite: Mit bis zu 610 Kilometern ist sie in der Version mit 77.4-kWh-Batterie rund 100 Kilometer grösser als beim kantigen Bruder mit 72.6-kWh-Batterie. Damit macht er dem Tesla Model 3 (602 Kilometer) und dem VW ID.3 (550 Kilometer) Konkurrenz. Zu solchen Werten tragen unter anderem die Karosserieform sowie Anpassungen an der Batterie und der Steuerung bei. Zudem ist der Ioniq updatefähig “over the air”: Die neueste Software wird direkt per drahtlosem Internet aufgespielt.

Mit Hyundais E-GMP-Architektur als technische Basis und 800-Volt-Technik lädt der Hyundai an einer 350-kW-Ladesäule in 18 Minuten seine Batterie von 10 Prozent auf 80 Prozent der Kapazität.

Rückansicht: Mit dem Spoiler und den Rückleuchten erinnert der Ioniq 6 an einen Sportwagen.

Rückansicht: Mit dem Spoiler und den Rückleuchten erinnert der Ioniq 6 an einen Sportwagen. picture: hyundai

Das dürfte er kosten

Noch ungewiss, doch der Preis könnte sogar ähnlich wie bei einem vergleichbar motorisierten Ioniq 5 (mindestens 41’900 Euro) ausfallen. In der Schweiz sind wohl eher Preise ab 50’000 Franken realistisch.

Die Familie wächst

Bei der Präsentation war auch das Seven Concept zu sehen, eine Studie für ein Ioniq-SUV. Als nächstes Modell kommt zunächst die sportliche N-Variante des Ioniq 5 auf den Markt. Ob es die auch für den Ioniq 6 gibt? Ausschliessen wollte man es auf Nachfrage zumindest nicht.

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