Highlight für Horror-Fans: Einer der härtesten Filme der 2000er ist vom Index! – Kino News

Highlight für Horror-Fans: Einer der härtesten Filme der 2000er ist vom Index! - Kino News
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Es gibt nicht viele Filme, die ihr Publikum mit so einem Schlag in die Magengrube zurücklassen wie „Eden Lake“, der für FILMSTARTS-Redakteur Daniel zu den härtesten Filmen überhaupt zählt. Doch nach 13 Jahren wurde nun seine Indizierung aufgehoben.

Mit Marvel-Star Michael Fassbender (Magneto in den „X-Men“-Filmen) und Kelly Reilly („Sherlock Holmes“, „Yellowstone“) ist „Eden Lake“ zwar durchaus namhaft besetzt, für einen hiesigen Kinostart hat es 2009 aber trotzdem not gereicht. Dass der Film in Deutschland wie in vielen weiteren Ländern dennoch gehörig Staub aufwirbelte, war am Ende einem anderen Umstand geschuldet: „Eden Lake“ landete 2009 auf dem Index und durfte folglich nicht offen beworben und verkauft werden, erarbeitete sich im Laufe der Zeit aber einen Ruf unter hartgesottenen Genre-Fans als erbarmungsloser Schlag in die Magengrube, der sich für all jene lohnt, die ihn vertragen können. Das Presseecho zeigt nämlich: „Eden Lake“ ist nicht nur knallhart, sonder auch richtig gut.

13 Jahre später wurde die Indizierung nun aufgehoben, sodass das Horror-Thriller-Brett von Regisseur James Watkins („Die Frau in Schwarz“) nun offiziell als rehabilitiert gilt und endlich auch in der komplett ungekürzten Fassung angeboten werden darf. Aber Achtung: Während viele einst indizierte und mittlerweile von der FSK freigegebene Filme wie „Blade“ oder „Once Upon A Time In China“ heute kaum noch jemanden schockieren dürften, geht „Eden Lake“ durch Mark und Bein und lässt einen auch heute noch zutiefst erschüttert und zermürbt zurück.

Was für einen Ruf der Film genießt, zeigt bereits ein kurzer Blick in die User-Wertungen auf unserer Seite: Darin wird der Film unter anderem als „spannend und kompromisslos“ bezeichnet, als „richtig fieses Teil“, bei dem einem ein „eiskalter Schauer über den Rücken läuft“ und „Terrorkino perfidester Art“ – und das nicht umsonst. Auch für den Autor dieses Artikels gehört „Eden Lake“ zu den härtesten Filmerfahrungen seines Lebens, irgendwo zwischen „Funny Games“ und „A Serbian Film“.

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… achtet beim Kauf jedoch unbedingt darauf, auch tatsächlich die vor Jahren veröffentlichte Uncut-Fassung mit SPIO/JK-Siegel zu erwischen. Die derzeit erhältliche FSK-18-Version ist stark gekürzt. Zum Vergleich:

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Nachdem der Film nun vom Index genommen wurde, dürfte nun als nächster Schritt eine FSK-Freigabe (vermutlich ab 18 Jahren) erfolgen. Info zu einer dann uncut mit 18er-Freigabe erscheinenden Heimkino-Neuauflage sind bislang jedoch keine bekannt.

“Eden Lake”: Ein Genre-Brett allererster Güte

Darum geht’s in „Eden Lake“: Steve (Fassbender) und Jenny (Reilly) wollen ein wenig Zweisamkeit genießen und machen sich dafür auf zu einem abgelegenen See im English Hinterland. Doch die Idylle wird jäh gestört, als sie auf eine Truppe aufbrausender Jugendlicher treffen. Steve versucht zwar, die Halbstarken zu rügen, doch ohne Erfolg. Die Teenager klauen sein Handy, sein Auto und zücken schließlich sogar Messer…

Die verstörendsten Filme aller Zeiten

Das macht „Eden Lake“ so intensive: Regisseur und Drehbuchautor James Watkins macht keine Gefangenen und hebt den Hinterwäldler-Horror mit „Eden Lake“ auf eine völlig neue Stufe. Aus einer simplen Prämisse kreiert er ein in seiner Schonungslosigkeit nahezu unvergleichliches Schreckensszenario, das früh Fahrt aufnimmt und von da an ohne Kompromisse immer wieder noch eine Schippe drauflegt. Unter die Haut geht das Ganze, weil man all das Grauen, das Steve und Jenny durchmachen, am eigenen Leib verspürt. Der Trumpf liegt hier nämlich in der Einfachheit des Plots: Denn schließlich kann es wirklich jedem passieren, zufällig auf Leute zu treffen, die es auf einen abgesehen haben. Und ehe man sich versieht, findet man sich in einem nackten Kampf ums Überleben wieder, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.

Vor allem brennt sich „Eden Lake“ aber mit einer kreativen Entscheidung gegen Ende ins Gedächtnis, die dem vorangegangenen Terror die Krone aufsetzt. Ohne nun zu viel voirten, scheiden sich hier jedoch die Geister: Viele hassen den Film dafür, andere sehen darin die einzig logische und konsequente Fortführung der Geschichte – aber kalt lassen wird das Finale wohl niemanden…

Außerdem nicht mehr indiziert: “Fuck me – Fick mich”

Nach über 20 Jahren wurde außerdem die Indizierung von „Baise-moi – Fick mich“ aufgehoben.

Der französischer Thriller um eine junge Frau (Karen Bach), die brutal vergewaltigt wird und im Affekt mordet, bevor sie eine Gleichgesinnte (Raffaëla Anderson) findet, mit der sie schließlich gemeinsam Jagd auf Männer macht, zählt zu den kontrovers diskutierten Kultfilmen der frühen 2000er, der einst sogar ungekürzt im Kino lief sowie uncut auch auf DVD und VHS erschien, bevor er im Jahr 2001 auf dem Index landete.

Ex-Index-Horror erscheint ungekürzt mit FSK 18 im Heimkino – aber Achtung, er ist ein ganz anderer Film, als er vorgibt zu sein!

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