Hasenfuss Jordan – Inside Paradeplatz

Hasenfuss Jordan - Inside Paradeplatz
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Thomas Jordan und seine Kollegen zuoberst bei Währungshüterin SNB entpuppen sich als Schisshasen. Statt wenigstens auf 0 Prozent Zins zu gehen, bleiben sie bei minus einem Viertel stehen.

Die historische Wende zu 0- und Plus-Zinsen ist aufgeschoben. Der neue Notenbank-Zins gilt ab morgen. Jordan&Co. finden zunächst selbst, dass die Inflation „noch einige Zeit hoch bleiben“ dürfte.

Historische Nicht-Figur (SRF)

Dann aber meinen sie: „Mittelfristig sollten diese Faktoren (Energiepreise, Lieferketten-Brüche, AdR) aber an Bedeutung verlieren.“

Und: „Auch unter dem Einfluss der vielerorts zunehmend strafferen Geldpolitik dürfte die Inflation allmählich wieder auf moderatere Levels zurückkehren.“

Hoffen kann man immer – als Herr über das Geld sollte man dies aber auf keinen Fall tun. Die Inflation in der Schweiz liegt jetzt schon bei 2,9 Prozent, weit über den angestrebten maximal 2 Prozent.

Um sie zu bändigen, bräuchte es Zinsen deutlich über der Inflation, sprich 3.5 Prozent oder mehr. Davon hält Jordan null Komma nichts.

Wozu auch? „Die Nationalbank rechnet für dieses Jahr unverändert mit einem BIP-Wachstum von rund 2.5%“, lautet die Rosa-Prognose von der Börsenstrasse von heute Morgen.

Das schaffen wir (SNB)

„Die Arbeitslosigkeit dürfte niedrig bleiben. Die günstige Prognose beruht unter anderem auf der Annahme, dass die Weltwirtschaft weiterwächst und dass der Krieg in der Ukraine nicht weiter eskaliert.“

In den USA und im Euro-Raum ist die Inflation auf gegen 9 Prozent hochgeschossen. Die US-Notenbank Fed hat soeben den Zins in einem einzigen Schritt um 75 Basispunkte erhöht, der höchste Sprung seit fast 3 Jahrzehnten.

Das Fed-Zielband liegt neu zwischen 1.5 and 1.75 Prozent; bis Ende Jahr könnte es auf gegen 3.5 Prozent steigen.

Das Fed agiert, lässt den Worten Taten folgen. Die US-Super-Zentralbank verschafft sich Spielraum, lässt kurzfristige Schmerzen zu, um die aus dem Ruder gelaufene Geldschwemme mittelfristig zu korrigieren.

Diese Geldflut ist das Fundament der jetzigen Giga-Inflation.

Die Fed-Bilanz explodierte seit der Grossen Finanzkrise auf 9 Billionen Dollar. Bei der SNB ging’s gleich wild zu und her: Die Bilanz der Schweizer Zentralbank schoss auf über 1 Billion hoch.

Quantitative Tightening – really? (FT)

Viel zu viel. Die Aktien starteten durch, die Immobilien explodierten.

Würde die SNB scharf auf die Bremse treten, mit massiv höheren Zinsen, kämen viele der stolzen Wohn-Eigentümer ins Schwitzen.

Davor haben Jordan und seine Mannen und Frauen panische Angst.

Zudem fürchten sie – zu recht –, dass die Europäische Zentralbank den verschuldeten Süd-Mitgliedern noch mehr Billiggeld zuhält.

Denn auch in Frankfurt regiert die Angst: jene vor dem Auseinanderfallen der EU.

Würde Jordan den Schweizer Leitzins losgelöst vom EZB-Satz ins Positive heben, dann käme es zur Massenflucht in den Franken. So jedenfalls lautet das SNB-Narrativ – seit Jahren.

Sprich: Der Franken gewänne gegenüber dem sonst schon schwachen Euro an Wert, was yesterday produzierte Pumpen und touristische Schönheiten weiter verteuern würde.

Masters or Zerstörer? (SNB-Bilanz seit Grosser Finanzkrise; SNB, IP)

Alles für Export und Ferien, nix für Shopper und Sparer.

Die Rechnung ist schnell gemacht: Bei 3 Prozent Inflation bräuchte es 3,5 bis 4 Prozent Zins, um real etwas zu verdienen. Die minus 0.25 Prozent ab Morgen führen hingegen zu 3.25 Prozent Verlust auf jeden Franken, der zur Seite gelegt wird.

Umgekehrt bleiben die Schuldner die maximalen Profiteure. Sie erhalten supergünstige Kredite für Häuser, Autos, Reisen, unerschwingliche Träume.

Live now, pay later.

Die Schulden-Party auf Allgemeinkosten geht weiter – Jordan sei Dank. Die Schweiz, einst Hort monetärer Tugend, ist zum Larifari-Land verkommen.

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