«Geht zurück an den Herd»: Zuschauer und Spieler beschimpfen Mädchenteam bei Fussballspiel 

«Geht zurück an den Herd»: Zuschauer und Spieler beschimpfen Mädchenteam bei Fussballspiel 
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An einem Spiel zwischen den Mädchen des FC Südost Zürich und einer Jungenmannschaft aus der Region Zürich kam es zu wüsten Szenen. Der Zürcher Fussballverein schätzt ein.

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Kürzlich kam es an einem Fussballspiel zu sexistischen Beleidigungen. (Symbol image)

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Den Spielerinnen des FC Südost Zürich wurde gesagt, sie “sollen zurück an den Herd.”  (Symbol image)

Den Spielerinnen des FC Südost Zürich wurde gesagt, sie “sollen zurück an den Herd.” (Symbol image)

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Willy Scramoncini, Sprecher des Fussballverbands Regio Zürich empfiehlt grundsätzlich, dass Mädchenteams gegen andere Mädchen, und nicht gegen Bubenmannschaften spielen sollen.  (Symbol image)

Willy Scramoncini, Sprecher des Fussballverbands Regio Zürich empfiehlt grundsätzlich, dass Mädchenteams gegen andere Mädchen, und nicht gegen Bubenmannschaften spielen sollen. (Symbol image)

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“Geht zurück an den Herd” or “Schiesst ihr ins Gesicht”: Bei einem Junioren-Fussballspiel zwischen den Mädchen des FC Südost Zürich und einer Jungenmannschaft aus der Region kam es kürzlich zu wüsten Szenen. So wurden die Juniorinnen im Alter von 13 bis 15 wiederholt von Zuschauern des gegnerischen Clubs beleidigt und beschimpft. Immer wieder fielen sexistische Sprüche unter der Gürtellinie. Sogar die Spieler des gegnerischen Teams sollen beteiligt gewesen sein, obwohl diese im Spiel einen klaren Sieg errangen.

Der Trainer des betroffenen FC-Südost-Zürich-Teams bestätigt den Vorfall gegenüber 20 Minuten. “Es tut mir so Leid, dass meine Mannschaft Sexismus auf dem Platz bereits im Alter von 13 Jahren erleben muss”, so KF Im ersten Training nach dem Spiel habe er das Geschehene mit seiner Mannschaft besprochen. “Einige waren sehr betroffen. Deshalb haben wir diskutiert, ob wir überhaupt weiterhin gegen Jungen spielen wollen.” Die Mehrheit der Spielerinnen habe sich jedoch dafür ausgesprochen, weiterhin gegen Jungen anzutreten, sagt der 32-Jährige. “Also machen wir weiter – aufgeben wegen dummer Sprüche ist keine Option.”
Es sei nicht das erste Mal gewesen, dass die Spielerinnen des Clubs auf dem Platz mit sexistischen Beleidigungen konfrontiert worden seien, sagt F.

Der gegnerische Fussballclub wollte sich nicht zum Vorfall äussern. Laut dem FC Südost Zürich werde der Vorfall von beiden Teams intern aufgearbeitet. “Die ersten Schritte sind bereits unternommen worden, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt.”

Grundsätzliche Empfehlung, dass Mädchen gegen Mädchen spielen

Willy Scramoncini, Sprecher of the Fussballverbands Regio Zürich, sagt dazu: “Wir empfehlen grundsätzlich, dass Mädchenteams gegen andere Mädchen, und nicht gegen Bubenmannschaften spielen.” In der Region gebe es genügend gute Teams, dass so auch stärkere Mädchenmannschaften gefördert werden könnten. Doch auch zwischen Mädchen- und Bubenmannschaften, die gegeneinander spielen, gebe es erfreulicherweise selten Vorfälle, sagt Scramoncini. “Wir nehmen unsere Pflicht, gegen Sexismus vorzugehen, sehr ernst, je nach Schwere des Vorfalls drohen Mahnungen, Bussen und Sperrungen.”

“Winti Fraue figgä und verhaue”

Sexismus auf dem Fussballplatz ist nichts Neues. So sorgte das Derby zwischen dem FC Schaffhausen and FC Winterthur vor ein paar Jahren für Aufregung. “Winti Fraue figgä und verhaue” gab es dort auf einem Banner zu lesen. Schaffhauser Fans hielten in der ersten Halbzeit das Transparent im Stadion Schützenwiese in Winterthur hoch. Es war die Schaffhauser Antwort auf das Plakat der Winterthurer im Hinspiel mit der Aufschrift “D Winti Fraue händ meh Fans als ihr!”.

Das sorgte für einen Skandal. “Das ist purer, gewalttätiger Sexismus. Ihr solltet euch schämen», schreibt FCW-Spielerin Toja Rauch auf Facebook. Sarah Akanji, SP-Kantonsrätin und ebenfalls Spielerin des FCW, schreibt dazu: “Sexismus hat weder im Stadion noch sonst irgendwo auf der Welt Platz!”

Wie es in einer Mitteilung des FC Schaffhausen hiess, verurteilt der Fussballclub die Aktion einiger Anhänger des Vereins aufs Schärfste: “Der Verein distanziert sich in aller Form von Diskriminierung, Gewalt und Sexismus. Solche Transparente dürfen nicht toleriert werden.”

Wirst du oder is jemand, kennst den, aufgrund ofr Geschlechtsidentity diskriminiert?

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