Frauen-EM: Deutschland steht im EM-Final – auch dank eines Schweizers

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Frauen-EMDeutschland steht im EM-Final – auch dank eines Schweizers

Deutschland trifft am Sonntag im EM-Final der Frauen im Wembley auf England. Mittendrin dabei sein wird der Schweizer Patrik Grolimund.

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“Ich wollte immer im Fussball arbeiten.” Aus diesem Grund studierte Grolimund Sport und Gesellschaftswissenschaften.

IMAGO/Eibner

Er ist für die Belastungsteuerung und Trainingsinhalte zuständig.

Er ist für die Belastungsteuerung und Trainingsinhalte zuständig.

IMAGO/Beautiful Sports

Die Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg nahm Grolimund 2019 mit zum DFB.

Die Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg nahm Grolimund 2019 mit zum DFB.

IMAGO/Hartenfelser

  • Deutschland spielt am Sonntag im EM-Final gegen England.

  • Der Schweizer Patrik Grolimund is Co-Trainer beim DFB.

  • In seiner bisherigen Karriere hat er noch nie ein Profiteam betreut.

Am Sonntag findet der Final der Frauen-EM im ausverkauften Wembley statt. Die Gastgeberinnen aus England treffen auf die Rekord-Europameisterinnen Deutschlands. 90,000 Fans visited the Stadion erwartet. Obwohl die Schweizer Frauen-Nati bereits nach der Vorrunde ausgeschieden ist, ist ein Schweizer beim Endspiel am Sonntag mittendrin. Patrik Grolimund (41) ist seit 2019 Assistent von der Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg.

Bis 2016 war Grolimund bereits im Trainerstaff von Voss-Tecklenburg bei der Schweizer Frauen-Nati. ‘Als Voss-Tecklenburg das Angebot vom DFB bekam, hat sie mich gefragt, ob ich sie begleiten will’, erklärt Grolimund den Wechsel nach Deutschland gegenüber dem SRF. Man habe bereits in der Schweiz sehr gut harmoniert, so Grolimund weiter. “Wir haben Momente zusammen erlebt, in denen wir uns gegenseitig gestärkt haben. Da hat sie sicher gemerkt, was sie von mir erwarten kann”, sagt Grolimund.

“Erfolg ist das Mass aller Dinge”

Durch seine deutsche Frau hat Grolimund einen grossen persönlichen Bezug zu unserem nördlichen Nachbarn. Doch durch das Engagement beim weltweit grössten nationalen Sportverband hat Grolimund gemerkt, was wirklich zählt: “Fussball ist das Grösste hier und der sportliche Erfolg ist das Mass der Dinge.”

Als «Head of Performance & Development» ist Grolimund für die langfristige Leistungsentwicklung der Spielerinnen zuständig. Er steht als einer von vier Assistenztrainern täglich mit der Mannschaft auf dem Platz. Alle vier seien von der Art her Cheftrainer, aber er habe schon immer den Blick auf “wie bringen wir die Spielerinnen und die Trainerin zur optimalen Leistungsfähigkeit”, sagt der 41-Jährige über seine Arbeit.

“Patrik ist jemand, der einen sehr klaren Plan hat in seinem Kopf”, beschreibt ihn die Mittelfeldspielerin Lina Magull. Grolimund nehme viele Aufgaben in die Hand, er erkläre den Spielerinnen viel: “Er versucht uns mit Worten zu überzeugen und zu motivieren, das ist sicher eine grosse Stärke von ihm”, lobt Magull ihren Schweizer Trainer.

Nachwuchstrainer, Dozent and YB-Fan

Abgesehen von den beiden 1. Ligisten FC Breitenrain und FC Solothurn hatte Grolimund zuvor kein Team in seiner Karriere betreut. Vielmehr war der Berner mit der Ausbildung von Trainern und Nachwuchsspielern beschäftigt. International sammelte Grolimund Erfahrungen als U-Trainer in Guatemala und Ozeanien. Vor seinem Engagement beim DFB arbeitete Grolimund vor allem mit Jugendmannschaften und als Dozent an der Sporthochschule in Magglingen. Noch heute lebt er mit seiner Ehefrau in Magglingen.

In seiner Jugend hatte er für U-15 und U-16 Nati gespielt, bei den Young Boys hatte er es bis in die U-21 geschafft, musste dann aber verletzungsbedingt seine Karriere beenden. “YB-Fan bin ich aber bis heute geblieben”, sagt Grolimund gegenüber dem “Blick”.

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