Formel 1: Beim Frankreich-GP droht ein grosses Randstein-Chaos

Formel 1: Beim Frankreich-GP droht ein grosses Randstein-Chaos
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Formal 1Beim Frankreich-GP droht ein grosses Randstein-Chaos

Am Sonntag findet nach zweiwöchiger Pause der Grosse Preis von Frankreich statt. Wie beim letzten GP in Österreich sorgen auch in Le Castellet die Streckenbeschränkungen für Gesprächsstoff. Wir zeigen dir, was du sonst noch zum GP wissen musst.

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Die Streckenbegrenzungen sorgen in der Formel 1 für Gesprächsstoff.

AFP

Hamilton fährt breast 300. Rennen.

Hamilton fährt breast 300. Rennen.

REUTERS

Nach zwei sieglosen Rennen wollen die beiden Red-Bull-Fahrer wieder auf die Siegerstrasse zurückkehren.

Nach zwei sieglosen Rennen wollen die beiden Red-Bull-Fahrer wieder auf die Siegerstrasse zurückkehren.

Getty Images

Was ist los mit den Track Limits?

Beim Grossen Preis von Österreich erteilte die Rennleitung 43 Ermahnungen für das Übertreten der Streckenbeschränkungen. Vier Fahrer wurden mit einer 5-Sekunden-Regel belegt. Das liegt vor german an der strengeren Regelauslegung der beiden neuen Rennleiter Niels Wittich und Eduardo Freitas. In der vergangenen Saison wurden die Curbs im Normalfall zu der Strecke gezählt, in dieser Saison wird jeder, der mit allen vier Reifen über die Linie fährt, bestraft.

In Le Castellet droht wieder Ärger, denn der Circuit Paul Ricard besteht komplett aus asphaltierten Auslaufzonen. So werden die Fahrer dazu verlockt, die Grenzen noch weiter auszuloten. Wie sich die Rennleitung am Rennwochenende verhalten wird, wird sich zeigen.

Die Teams haben aufgerüstet – was für Updates gibt es?

Die Rennställe haben die zwei Wochen Pause genutzt, um das Auto zu verbessern. Neun der zehn Teams haben mindestens ein neues Teil an ihrem Boliden. Nur Haas Racing, das Team von Mick Schumacher, schiebt das Upgrade auf, es soll dann zum GP von Ungarn kommen. Bei den meisten Veränderungen handelt es sich aber nur um kleinere Anpassungen, meistens in Zusammenhang mit dem Unterboden. So also bei Red Bull und Mercedes. Weil der Ferrari-Pilot Carlos Sainz eine regelwidrige Anpassung vorgenommen hat, wird er im Rennen mit einer Rückversetzung von mindestens zehn Plätzen bestraft.

Gelingt Max Verstappen endlich wieder ein Sieg?

Noch immer beträgt der Vorsprung des 24-Jährigen auf Verfolger Charles Leclerc im Ferrari in der Gesamtwertung 38 Punkte. Verstappen weiss allerdings, dass er bei den letzten beiden Rennen vor der Sommerpause in Frankreich und in der kommenden Woche im ebenso glühend heissen Ungarn möglichst viel Zählbares mitnehmen muss, um entspannt in den Kurz-Urlaub zu gehen. Mit Zuverlässigkeitsproblemen plagen sich in diesem Jahr alle Spitzenteams. Sowohl Red Bull als auch Ferrari sind schon zu oft wegen technischer Defekte ausgefallen. Die vergangenen beiden Rennsiege gingen an Leclerc (in Österreich) und seinen Scuderia-Teamkollegen Carlos Sainz (in Grossbritannien).

Warum wird es ein besonderes Rennen für Lewis Hamilton?

Der 37 Jahre alte Brite steht vor dem nächsten Meilenstein. Der Mercedes-Star bestreitet seinen 300. Grand Prix und jagt den Rekord von Kimi Räikkönen (349). Gefeiert werden solle das aber nicht, sagte der Rekordweltmeister bereits, weil ihn das zu sehr an sein Alter erinnere. Viel wichtiger ist es für Hamilton, weitere Schritte in Richtung Verstappen zu machen. Der Rekord-Champion glaubt an Siege noch in diesem Jahr, dazu hat es bislang nicht gereicht. Als erster Fahrer den achten WM-Titel zu schaffen, wird aber wohl eher unmöglich bleiben. Hamilton gewann 2018 und 2019 in Le Castellet und wurde 2021 Zweiter – nun werden die Silberpfeile erneut stark erwartet.

Kann Mick Schumacher zum 3. Mal hintereinander punkten?

Nach einem enttäuschenden Saisonstart hat sich der 23-Jährige gefangen und fuhr zuletzt zweimal nacheinander in die Top Ten. Rang sechs in Österreich bedeutete für den Haas-Piloten das beste Resultat seiner jungen Laufbahn. Sein Auto funktioniert derzeit sehr gut und Haas hat keine neuen Teile angebracht. Ob Schumacher der Punkte-Hattrick gelingt, wird sich zeigen.

Wird is vorerst der letzte Grosse Preis in Le Castellet?

Das scheint sehr realistic. Der Vertrag mit den Veranstaltern läuft aus und dürfte nicht verlängert werden. Seit 2018 waren die Rennen meist zu öde, der weitläufige Kurs wurde als riesiger Parkplatz verspottet. Hinzu kommen die ehrgeizigen Expansionspläne der Formel 1, denen Frankreich zum Opfer fallen könnte, sollte es nicht zu einem Umzug nach Nizza kommen. Die wilden Pläne, dort einen neuen Stadtkurs zu bauen, erscheinen jedoch kurzfristig nicht sehr realistisch.

2023 kommt Las Vegas neu in den Kalender, zudem ist die Rückkehr nach Katar und wohl auch nach China vorgesehen, auch in Südafrika könnte nach jahrzehntelanger Pause wieder gefahren werden. Dafür stehen neben Le Castellet auch die Läufe im belgischen Spa-Francorchamps und dem Fürstentum Monaco auf der Kippe. Mit einem festen Rennkalender für 2023 wird in den kommenden Wochen gerechnet.

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(dpa/dma)

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