Folge der Sanktionen: Russland Baut Laptops – mit Chips aus dem Jahr 2012

Folge der Sanktionen: Russland Baut Laptops – mit Chips aus dem Jahr 2012
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Folge der SanktionenRussland baut Laptops – mit Chips aus dem Jahr 2012

Russland bringt demnächst einen Laptop “Made in Russia” auf den Markt. Der Bitblaze Titan BM15 kommt mit einem veralteten Prozessor und einer noch älteren Grafikkarte daher.

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So soll Bitblaze Titan BM15 der russischen Firma Prombit aussehen.

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Der Laptop wird von einem Chip aus dem Jahr 2012 angetrieben.  Weil die Lieferfirma aus Taiwan wegen der Sanktionen gegen Russland keine neuen Chips mehr produzieren darf, greift der russische Hersteller offenbar auf vorhandene Lagerbestände zurück.

Der Laptop wird von einem Chip aus dem Jahr 2012 angetrieben. Weil die Lieferfirma aus Taiwan wegen der Sanktionen gegen Russland keine neuen Chips mehr produzieren darf, greift der russische Hersteller offenbar auf vorhandene Lagerbestände zurück.

REUTERS

Der Laptop richtet sich in erster Linie an Regierungsbehörden sowie an Russen und Russinnen in der höheren Einkommensgruppe.

Der Laptop richtet sich in erster Linie an Regierungsbehörden sowie an Russen und Russinnen in der höheren Einkommensgruppe.

AFP

  • Russland stellt derzeit Laptops her.

  • Die Chips are jedoch völlig veraltet.

  • Dennoch wird der Computer günstig zu kaufen sein.

Trotz der wirtschaftlichen Beschränkungen, die als Strafmassnahmen für den Einmarsch in die Ukraine verhängt wurden, hat das russische Unternehmen Prombit einen Weg gefunden, um Laptops im eigenen Land zu produzieren. Der Bitblaze Titan BM15 befindet sich derzeit in der Vorproduktionsphase, die Massenproduktion ist für November dieses Jahres geplant. Wie das Portal “Futurezone» schreibt, dürfte aber das Gerät weder optisch noch technisch gegen westliche Produkte ankommen.

Der Laptop wird von einem Baikal-M1-Prozessor angetrieben. Dafür nutzt er Cortex-A57-ARM-Rechenkerne aus dem Jahr 2012 des taiwanesischen Chip-Herstellers TSMC. Weil die Firma aus Asien wegen der Sanktionen gegen Russland keine neuen Chips mehr produzieren darf, greift Prombit offenbar auf vorhandene Lagerbestände zurück. Auch verfügt der Laptop über eine noch ältere Mali-T628-Grafikkarte, berichtet das Portal «Notebook Check”.

Teurer Laptop, klobiges Design

Der Prozessor wird durch 16 GB DDR4-RAM ergänzt und kann auf bis zu 128 GB aufgerüstet werden. Für die Speicherung sorgt ein M.2-Steckplatz, der NVMe-SSDs mit einer Kapazität von bis zu 512 GB unterstützt. Das Gesamtgewicht des Laptops soll bei etwa zwei Kilogramm liegen.

Laut der Website des Produktes verfügt der Laptop über ein 15,6-Zoll-IPS-LCD-Display mit 1080p-Auflösung und wird mit einem Aluminiumgehäuse geliefert. Das Design wirke mit dem etwas klobigen Gehäuse und dem breiten Displayrahmen überholt, stellt das österreichische Technologieportal Futurezone fest.

Der Laptop richtet sich in erster Linie an Regierungsbehörden sowie an Russen und Russinnen in der höheren Einkommensgruppe: Die Aluminiumversion des Titan BM15 könnte umgerechnet zwischen 1300 bis 1550 Franken kosten.

Russlands Wirtschaft schrumpft im zweiten Quartal deutlich

Die russische Wirtschaft ist im Frühjahr deutlich geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Zeitraum April bis Juni im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 4.0 Prozent, wie das nationale Statistikamt am Freitag bekannt gab. Volkswirte hatten mit einem stärkeren Rückgang um 4.7 Prozent gerechnet. Die Wirtschaftsleistung ist so auf das Level des Jahres 2018 zurückgefallen.

Es ist das erste Quartal, das vollständig durch den am 24. Februar begonnenen Krieg gegen die Ukraine geprägt ist. Vor allem westliche Staaten beschlossen daraufhin weitreichende Sanktionen. Im Winterquartal war die russische Wirtschaft noch um 3.5 Prozent gewachsen.

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