Fehlende Warnung sorgt für Kritik

Fehlende Warnung sorgt für Kritik
Written by admin

In der ersten Folge von „House of the Dragon“ gab es bereits eine sehr brutale Szene, die für Kritik wegen fehlender Triggerwarnungen sorgte.

House of the Dragon

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– Achtung: Es folgen Spoiler für „House of the Dragon“ Folge 1! –

„Game of Thrones“ war für seine explizite Gewaltdarstellung und jede Menge Blut bekannt und berüchtigt und hat in vielerlei Hinsicht neue Maßstäbe für Serien gesetzt. The Prequel “House of the Dragon” tritt also in große Fußstapfen. Denn Fans erwarten natürlich das, was sie von „Game of Thrones“ kennen und lieben. Die erste Folge hat mit einer sehr blutigen und düsteren Szene an die Hauptserie angeknüpft, für die es auch Kritik gab.

In Folge 1 von „House of the Dragon“ ordnet König Viserys (Paddy Considine) einen Kaiserschnitt für seine schwangere Ehefrau Aemma Aryn (Sian Brooke) an, um das Baby und Erben zu retten. Die Prozedur geschieht bei vollem Bewusstsein von Aemma und wird sehr explizit gezeigt. Sowohl die Mutter als auch das Baby überleben die Operation nicht. Nun wurde von einigen Seiten kritisiert, dass es für diese traumatisierende Szene keine Triggerwarnung Gab. Jen Coates, die eine Hilfsorganisation für Trauerbewältigung leitet, hat sich gegenüber der BBC dafür ausgesprochen, dass Leute vorgewarnt werden sollen:

„Ich denke, dass es für alle ziemlich traumatisch ist. Mit 13 Babys, die jeden Tag in Großbritannien sterben, betrifft die Situation eine enorme Gruppe von Leuten direkt […] Auf diese Weise können die Menschen besser mit dem Wissen ausgestattet werden und eine fundierte Entscheidung treffen, ob sie bestimmte Szenen oder Episoden sehen oder überspringen wollen.“

Wer mit „House of the Dragon“ nichts anfangen kann, für den sind sind vielleicht diese Fantasy-Werke etwas:

Streaminganbieter sollen spezifischer warnen

John Whipple, der Gründer von der Webseite Doesthedogdie.com, die vor spezifischen traumatischen Triggern in Filmen, Serien und Büchern warnt, geht sogar noch weiter:

„Viele Triggerwarnungen auf der Seite sind sehr spezifisch und treffen auf die meisten Leute nicht zu. Auf der anderen Seite kennt jeder etwas aus seiner Vergangenheit, dass er nicht noch mal durchleben will. Durch das Vorwissen, mit dem man in einen Film geht, haben die Nutzer wieder die Kontrolle darüber, wie sie Unterhaltung erleben. [Streaminganbieter sollten] für jede*n Nutzer*in individual Warnungen anbieten, womöglich sogar basierend auf spezifischen Triggern Titel empfehlen.“

Eine Zuschauerin, die durch die explizite Szene in „House of the Dragon“ an eine traumatische Erfahrung erinnert wurde, sagt gegenüber der BBC:

„Ich hatte das Gefühl, die Kontrolle über die Situation verloren zu haben. Es war eine wirklich erschreckende Erfahrung. Deshalb hat die Szene mich getriggert. Wenn man bedenkt, dass die Hälfte der Weltbevölkerung Kinder bekommen kann und viele ein Trauma bei der Geburt erleben, denke ich, dass es notwendig gewesen wäre.“

Bei Netflix und Amazon werden Zuschauer*innen bereits mit groben Triggerwarnungen vor Inhalten gewarnt. Ob sich aber auch explizierte Warnungen, wie sie im Fall von „House of the Dragon“ nötig gewesen wären, etablieren, bleibt abzuwarten. Wie es in der Serie weitergeht, erfahrt ihr in den nächsten Folgen, die immer mountains bei Sky und WOW verfügbar sind.

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