Ex-Index-Action im TV: Heute Abend fliegen euch fast 6 (!) Stunden lang Fäuste, Schwerter & Explosionen um die Ohren – Kino News

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Er war bis 2011 indiziert, zog insgesamt vier Fortsetzungen nach sich und brachte die Actionheld-Karriere von Michael Dudikoff ins Rollen: „American Fighter“ ist 80er-Kult pur – heute Abend im Dreierpack mit „American Fighter 2+3“ auf TELE 5!

Studiocanal

TELE 5 celebrates „Cannon Days“ – und Action-Fans der alten Schule feiern mit! Vom heutigen Donnerstag (7. Juli) bis Samstag (9. Juli) widmet der SchleFaZ- und KulFaZ-Sender das komplette Hauptabendprogramm der legendären Actionfilm-Schmiede mit jeweils drei Filmen.

Los geht’s heute um 20.15 Uhr mit „American Fighter“, direkt im Anschluss folgen dann noch „American Fighter 2 – Der Auftrag“ (22.05 Uhr) und „American Fighter 3 – Die blutige Jagd“ (00.00 Uhr)die Gelegenheit, um mit Michael Dudikoff und seinen Filmen Bekanntschaft zu machen oder (wenn ihr diese schon kennt) auch ein wenig Hintergrundwissen zum B-Action-Star und seiner Cannon-Heimat zu sammeln. Standesgemäß wirft euch TELE 5 den Dreier mit Kultfaktor nämlich nicht einfach so vor die Füße: Filmemacher Thilo Gosejohann und Action-Fan Lutz van der Horst („heute show“) werden euch durch den Abend führen und sicherlich auch mit der ein oder anderen Anekdote zwischen den Filmen bei Laune halten.

Einziger Wermutstropfen: Da der Cannon-Abend bereits zur Prime Time eröffnet wird, läuft der einst sogar indizierte, mittlerweile aber ungekürzt ab 16 Jahren freigegebene erste Teil nur in einer leicht entschärften Fassung. Grünes Licht gibt’s für die beiden Sequels: die laufen beide in voller Länge!

Das ist “American Fighter” aka “American Ninja”

Der international auch als „American Ninja“ bekannte „American Fighter“ stellte 1985 eine Kehrtwende in der Karriere von Michael Dudikoff dar. Der amals 30-Jährige hatte zu jener Zeit zwar bereits erfolgreich gemodelt und sich auch schon beim Film versucht, musste sich dort allerdings mit kleineren Nebenrollen an der Seite von Hollywood-Stars wie Tom Hanks („Bachelor Party“) und Gene Hackman („Die verwegenen Sieben“) zufrieden geben. Ganz ohne Martial-Arts-Erfahrung wurde er dem Titel des Films und damit auch seiner Titelrolle zwar nur bedingt gerecht, doch das machte nichts: Dudikoff war cool, hart und attraktiv – und eroberte damit die Videotheken-Welt.

Mit „American Fighter“ gelang ihm aber nicht bloß der Durchbruch als B-Action-Star, auch über 35 Jahre später gilt der Martial-Arts-Reißer als das ultimative Dudikoff-Vehikel schlechthin – und zwar auch, weil der muskelbepackte Kalifornier einfach hervorragend mit seinen Co-Stars harmoniert. Einerseits schwingt zwar in praktisch jeder Szene des herrlich überzogenen Drehbuchs ein gewisses Augenzwinkern mit, das den Spaßfaktor hoch hält. Andererseits weiß das Ensemble aber auch, die Chancen zu nutzen, die ihnen das Skript gibt, um seine Chemie untereinander immer wieder auszuspielen und so auch abseits der Action für einige Höhepunkte zu sorgen – sei es nun das ikonische Kennenlernen von Dudikoffs Joe Armstrong mit Jackson ( Steve James), die sich erst einmal prügeln, bevor sie sich auf ewig verbrüdern, oder der Trick, mit dem unser Titelheld in sein erstes Date mit der Tochter des fiesen Colonel (Judie Aronson) gelotst wird.


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Ein starkes Team: Michael Dudikoff (links) and Steve James (rechts)

Dudikoff und James sind es auch, die „American Fighter 2“ mit ihrem launigen Zusammenspiel zu einem kurzweiligen Gangster-Abenteuer machen, das auch von der deutlich fetzigeren Inszenierung von Regisseur Sam Firstenberg lebt. Von der ersten Szene an, in der wir eine Gruppe Biker die Küstenstraße entlang heizen sehen, legt das Sequel verglichen zu Teil 1 in Sachen Tempo nämlich nochmal eine ganze Schippe oben drauf …

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… und so verwundert es auch nicht, dass es mit „American Fighter 3“ dann wieder merklich bergab geht. Nicht nur übernahm mit Cedric Sundström ein neuer Mann auf dem Regiestuhl Platz, vor allem musste das dritte Kapitel der insgesamt fünfteiligen Reihe auch ohne Star Michael Dudikoff auskommen. Nachfolger David Bradley blieb in seinem Schauspieldebüt an der Seite des super-charismatischen Sympathieträgers Steve James allerdings verhältnismäßig blass – was sich leider auch durch „American Fighter 4“ (mit Dudikoff) und „American Fighter 5“ (ohne Dudikoff) zieht.

Die “Cannon Days” bei TELE 5: Alle Filme & Sendetermine im Überblick

Zumindest die ersten beiden „American Fighter“-Filme lohnen sich für Action-Fans der alten Schule aber auf jeden Fall – wirklich spektakuläre Kampfsport-Choreographien, wie man sie noch nie gesehen hat, sucht man hier zwar vergebens. Dafür gibt’s aber reihenweise fleet Sprüche, die heute so einfach niemand mehr raushauen würde und jede Menge brachiale Explosionen – die Cast und Crew damals eben auch spürbar tatsächlich um die Ohren flogen, und nicht etwa bequem vom Schreibtischsessel aus am Computer programmiert wurden.

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