Europa League: 1:2 im Exil – FCZ verpasst gegen Xhakas Arsenal den grossen Coup

Europa League: 1:2 im Exil – FCZ verpasst gegen Xhakas Arsenal den grossen Coup
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Zürich kann Exile. Nein, nicht nur GC, das seit über 17 Jahren im fremden Letzigrund spielt. Sondern auch Stadtrivale FCZ, der aufgrund des Leichtathletik-Events Weltklasse Zürich für den Kracher gegen Arsenal nach St. Gallen ausweichen musste. Die Bilanz nach 90 Minuten im Kybunpark: Der FCZ ist laut, der FCZ ist präsent, der FCZ hat ein Heimspiel.

Leistungsexplosionen wie diejenigen der Diamond-League-Cracks in Zürich bleiben in St. Gallen aber aus – und das Prädikat “Weltklasse” unverdient. Denn während der FCZ auf den Rängen der gut gefüllten Arena (17’070 Fans) dem Weltclub Arsenal, der in der Schweiz unzählige Fanclubs hat, deutlich den Schneid abkauft, sind die Londoner auf dem Platz ab Minute 1 der Chef.

Xhakas Dominanz, Zürichs Aufbäumen

Gegen das Team von Granit Xhaka, der Arsenal formell (Captainbinde) und spielerisch auf dem Feld anführt, wird der Schweizer Meister früh geduscht: Eddie Nketiah entwischt der FCZ-Abwehr, findet Marquinhos in der Mitte – und dieser den linken oberen Winkel. Gespielt sind 16 Minuten und die Messe in der St. Galler Fussballkathedrale scheint bereits gelesen.

Während im Anschluss einzelne Aufbäum-Versuche des FC Zürich hie und da etwas Erfrischung in die Arsenal-Dominanz mischen, vergeben auch die Engländer beste Chancen leichtfertig. Bis, ja bis es plötzlich 1:1 steht: Mirlind Kryeziu trifft nach einem Foulpenalty (44.) und schickt beide Teams mit einem Unentschieden in die Pause.

Klare Sache in Halbzeit zwei

Nach jener Pause, in der uns die Todesnachricht von Queen Elizabeth II. erreicht und noch vor Wiederanpfiff bereits eine Schweigeminute abgehalten wird, geht es im ähnlichen Stil weiter: Arsenal und vor allem Granit Xhaka dominieren. Die Folge: Der überragende Eddie Nketiah trifft, nachdem Kollege Marquinhos mit einer feinen Flanke Nketiahs Vorlage aus Halbzeit 1 revanchiert (62.).

Das 2:1 ist dann auch das Endresultat, das uns folgende Erkenntnisse liefert: Zürich verpasst trotz beherzten Auftritts einen Coup, der dem kriselnden Stadtclub so gut getan hätte. Zürich ist besser, als dass die Liga-Resultate der letzten Wochen zeigen. Und: Zürich mit einem Heimspiel in einem richtigen Fussballstadion kann sich sehen lassen. (sih)

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