Energiekrise: Ist das erst der Anfang? – WC-Papierhersteller Hakle ist insolvent

Energiekrise: Ist das erst der Anfang?  – WC-Papierhersteller Hakle ist insolvent
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EnergiekriseIst das erst der Anfang? – WC-Papierhersteller Hakle ist insolvent

Das Unternehmen macht die ‘massiv gestiegenen Kosten für Material- und Energiebeschaffung sowie der Transporte’ für die Insolvenz verantwortlich.

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Der Toilettenpapierhersteller Hakle ist insolvent.

imago images/Geisser

Das Unternehmen macht die “als historisch zu bezeichnende Energiekrise” dafür verantwortlich.

Das Unternehmen macht die “als historisch zu bezeichnende Energiekrise” dafür verantwortlich.

IMAGO/imagebroker

Die Geschäfte sollen dennoch weiter laufen.  Die Löhne und Gehälter der Belegschaft seien durch die Bundesagentur für Arbeit bis einschliesslich November 2022 gesichert.

Die Geschäfte sollen dennoch weiter laufen. Die Löhne und Gehälter der Belegschaft seien durch die Bundesagentur für Arbeit bis einschliesslich November 2022 gesichert.

IMAGO/Michael Gstettenbauer

  • Mit Hakle meldet einer der grössten Toilettenpapierhersteller Insolvenz an.

  • Grund dafür sind gestiegene Kosten für Material- und Energiebeschaffung und Transporte.

  • Die steigenden Kosten und die Energiekrise machen auch weiteren Unternehmen zu schaffen. Auch in der Schweiz prognostiziert eine Studie einen Anstieg an Unternehmensinsolvenzen.

Während der Pandemie war Toilettenpapier noch hoch im Kurs – jetzt meldet mit hakle einer der grössten Hersteller Insolvenz an. Verantwortlich dafür sei insbesondere die “als historisch zu bezeichnende Energiekrise”.

Das deutsche Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf klagt, die “massiv gestiegenen Kosten für Material- und Energiebeschaffung sowie der Transporte” hätten bislang nicht in hinreichendem Umfang an die Kunden im Lebensmitteleinzelhandel und im Drogeriesektor weitergegeben werden können, wie der “Spiegel, berichtet.

Geschäftsbetrieb läuft weiter

Der Geschäftsbetrieb soll jedoch durch das Insolvenzverfahren nicht gestört werden: “Die Eigenverwaltung bietet uns die notwendige Flexibilität und Geschwindigkeit, um unseren Betrieb nachhaltig zu sanieren”, sagte der Geschäftsführer Volker Jung gemäss “Spiegel”.

Die Löhne und Gehälter der Belegschaft seien durch die Bundesagentur für Arbeit bis einschliesslich November 2022 gesichert, so Jung. Im Geschäftsjahr 2020 hatte Hakle noch einen Umsatz von knapp 80 Millionen Euro und einen Jahresüberschuss von rund 650’000 Euro erzielt. Bis im Jahr 2021 wurde das WC-Papier von Hakle unter anderem im bernischen Niederbipp hergestellt.

Auch in der Schweiz kommt es zu mehr Insolvenzen

die Energiekrise und die massiv gestiegenen Kosten für Material und Transporte bringen auch andere Unternehmen in Bedrängnis. Der Verband der Insolvenzverwalter und Sachverwalter Deutschlands sprach im April von einer “Ruhe vor dem Sturm” in Bezug auf Unternehmensinsolvenzen.

Gemäss einer Studie des Kreditversicherers Allianz Trade ist 2022 weltweit und in der Schweiz mit einer steigenden Zahl an Insolvenzen zu rechnen. 20 Prozent mehr Insolvenzen prognostiziert die Studie im Vergleich zum Vorjahr, wie die «Handelszeitung» berichtet.

“Wir gehen davon aus, dass der neue Gegenwind aus dem Krieg in der Ukraine und den erneuten Lockdowns in den grössten und wirtschaftlich wichtigsten Städten Chinas in der zweiten Jahreshälfte zu einer gewissen Beschleunigung der Insolvenzzahlen führen wird”, sagt Jan Möllmann von Allau Trades Switzerland .

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