Dreharbeiten für neuen Hader-Film in St. Pölten voll im Gange

Dreharbeiten für neuen Hader-Film in St. Pölten voll im Gange
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Kein perfektes Wetter für einen Filmdreh in St. Pölten – aber „man muss nehmen was man bekommen kann“, so Josef Hader im Gespräch mit der NÖN am Drehort in St. Pölten. Für manche Szenen würden nur zwei bis drei mögliche Tage zur Verfügung stehen, weshalb auch bei schlechterem Wetter gedreht wird. Derzeit werden Aufnahmen für seinen neuen Film „Andrea lässt sich scheiden“ gefilmt.

Protagonistin im Film ist, wie es der Name vermuten lässt, die Dorfpolizistin Andrea, die sich scheiden lassen möchte. Dafür erntet sie Vorwürfe aus dem halben Dorf. Nach einer Geburtstagsfeier kommt es dann zu einem tragischen Unfall: Ihr Noch-Ehemann läuft betrunken vor ihr Auto und stirbt. Anfangs begeht Andrea Fahrerflucht, kehrt aber schließlich an den Ort des Geschehens zurück. Dort wartet inzwischen ein anderer Schuldiger: Franz hat das Opfer ein zweites Mal überrollt und hält sich für den Täter – so wie es auch das restliche Dorf tut.

34 Drehtage in Niederösterreich

An 34 Tagen soll nun die Geschichte gefilmt werden, am Dienstag war Drehtag 21 bereits voll im Gange. Neben St. Pölten spielen die Szenen unter anderem auch in Stronsdorf, Unterstinkenbrunn und Neumarkt an der Ybbs. Die Entscheidung für Niederösterreich ist vor allem aufgrund der Landschaft gefallen. „Als ich mir vorgestellt habe, wo der Film spielt, habe ich mir eine flache Landschaft und viel Horizont vorgestellt. Es sollte nicht nur Grün sein und der Himmel sollte sich wichtigmachen können“, erklärt Hader am Set. Fündig sei er dafür vor allem im nördlichen Weinviertel geworden. „Und St. Pölten ist eben die Metropole“.

Das Drehbuch für den Film ist in den vergangenen zwei Jahren entstanden. „Ich habe immer wieder geschrieben, und dann habe ich es wieder länger weggelegt“, beschreibt Hader den Entstehungsprozess. Das Ergebnis sei eine Komödie mit einem tragischen Anteil. „Das Unglück ist gleich am Anfang und dann versucht man die Komödie darin zu finden“, so Hader, der neben der Regieführung auch selbst im Film mitspielen wird. Inspiration für den Film war unter anderem seine Fantasie, sowie Dinge, die er selbst einmal aufgeschnappt hat. „Ich wollte keinen Blick aufs Land wie jemand, der nie am Land gewohnt hat. Keine Blick wie in einem Zoo. Sondern einen Blick von jemanden, der die Kindheit und Jugend hier verbracht hat“, erklärt Hader, der selbst auf einem Bauernhof in Niederösterreich aufgewachsen ist.

Verkehrseinschränkungen wegen Dreharbeiten

Am Mittwoch war neben dem Landeskriminalamt auch ein St. Pöltner Gasthaus bereits Schauplatz für eine Filmszene. Jede Sequenz wird durchschnittlich viermal gedreht, bis sie als fertig gilt. In den nächsten Tagen stehen noch weitere Drehtage in der Landeshauptstadt bevor. Unter anderem wird es deshalb Verkehrseinschränkungen in der Werksbachgasse, der Burgergasse, dem unbenannten Weg Grdstk. Nr. 155 und dem Bahnhofsplatz geben.

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