Die Schweizer Nati verliert trotz gutem Kampf gegen Schweden

Die Schweizer Nati verliert trotz gutem Kampf gegen Schweden
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Am Ende hat die Schweiz gegen Schweden das Nachsehen.Picture: keystone

Das Schweizer Nationalteam der Frauen verliert das zweite Gruppenspiel an der EM in England 1:2 gegen Schweden, verblüfft gegen den Turnierfavoriten aber mit einer solidarischen Leistung, welche beinahe mit einem Punkt belohnt worden wäre.

13.07.2022, 17:3013.07.2022, 20:36

Schweden gewinnt, die Schweiz verliert. Am Ende sieht es nach Standard aus an diesem Mittwochabend in Sheffield. Doch die Skandinavierinnen taten sich gegen das Team von Nils Nielsen äusserst schwer, was nicht zuletzt der Blick auf das Resultat belegte. Den dort stand nach 96 umkämpften Minuten nicht ein 5:1 oder ein 7:0 wie es auf dem Paper auch möglich schien, sondern lediglich ein 2:1 für Schweden.

“Ich bin stolz aufs Team. Nachdem was wir diese Woche durchgemacht haben, so zu kämpfen, das hat Respekt verdient. Ich bin froh, dass bis zum letzten Gruppenspiel alles offen ist.”

Lia Wälti, Captain

Nach dem Magendarm-Infekt, der in den letzten Tagen insgesamt neun Spielerinnen vorübergehend ausser Gefecht gesetzt hatte, einem Tag in Isolation im Teamhotel und Training via Video anstatt auf dem Fussballplatz war den Schweizerinnen nicht vieles zugetraut worden, schon gar nicht ein Punktgewinn gegen die Weltnummer 2, den Turnierfavoriten, der auf den zweiten EM-Titel nach 1984 hofft.

Doch viel fehlte nicht, und die Schweiz hätte genau das geschafft. Erst als die eingewechselte Hanna Bennison in der 79. Minute mit einem Weitschuss traf, sollte sie mit ihrem ersten Treffer für die Tre Kronor für eine Führung sorgen, auf welche die Equipe von Nils Nielsen keine Antwort mehr wissen sollte.

“Es hat fast geklappt. Wenn Ramona das erste Tor macht, dann kommt es vielleicht etwas anders. Ich bin stolz auf dieses Team, aber auch enttäuscht vom Resultat. Wir haben alles gegeben und konnten nicht mehr machen. Wir wussten, dass wir mitspielen können, aber es ist trotzdem scheisse, dass wir verloren haben.”

Nils Nielsen, National trainer

Nach dem ersten Gegentor durch Fridolina Rolfö, als die Innenverteidigung der Schweiz für einmal überlaufen worden war, nachdem sie sich zu stark auf Stina Blackstenius fokussiert hatte, war das noch ganz anders gewesen. Denn nur knapp zwei Minuten nach dem Rückschlag sorgte Ramona Bachmann mit ihrem Schlenzer für einen emotionalen Höhenflug.

“Ich bin auch eher enttäuscht. Es ist schade, dass wir das 1:1 nicht über die Runde bringen. Da müssen wir am Schluss cleverer sein und den Punkt nach Hause bringen. Ich hatte einen Krampf und konnte nicht mehr weitersprinten. Die Kräfte haben nachgelassen in der zweiten Halbzeit.»

Ramona Bachman. Stürmerin

Es war der zwischenzeitliche Höhepunkt einer solidarischen Leistung. Die Schweizerinnen verteidigten äusserst diszipliniert und liessen nur wenig. Das gelang vor allem auch darum, weil sie fast genauso oft in Ballbesitz sein konnten wie ihre Gegnerinnen. Nielsen hatte dies am Vortag als einen der Schlüssel dafür bezeichnet, in diesem Spiel nicht eine hohe Niederlage zu kassieren. Und wenn sie den Ball hatten, trauten sie sich auch mutig nach vorne.

Sandy Maendly legte nach neun Minuten auf Noelle Maritz, deren Umfallen zuerst mit einem Penalty belohnt, aber dann zurückgenommen worden war. Und Bachmann hatte schon vor ihrem Tor mehrere gute Szenen in der Offensive. Dieser mutige Auftritt sollte den Schweizerinnen Zuversicht geben, auch wenn die Chance auf ein Vorstossen in die Viertelfinals nur noch marginal scheinen.

Am Sonntag steht wiederum in Sheffield das abschliessende Gruppenspiel gegen die Niederlande an.

Schweden – Switzerland 2:1 (0:0)
Bramall Lane, Sheffield. – 12,914 Zuschauers. – SR Huerta De Aza (ESP).
Torus: 53. Rolfö 1:0. 55. Bachman 1:1. 79. Benison 2:1.
Schweden: Lindahl; Glas, Ilestedt, Björn, Eriksson; Angeldal (68. Angeldal), Asllani, Seger; Rolfö, Blackstenius (79. Blomqvist), Hurtig (68. Kaneryd).
Switzerland: Thalmann; Maritz, Calligaris, Bühler, Aigbogun (59. Rinast); Wälti, Maendly (69. Mauron); Crnogorcevic, Sow, Reuteler (59. Riesen); Bachmann (72. Hmmm).
Bemerkungen: Beide Teams complete. 88. Tor von Schweden wegen Offside aberkannt. (abu/nda)

Die Stadien der Frauen-EM 2022 in England

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