Deutscher Filmpreis – „Große Freiheit“ räumt acht Nominierungen ab

Deutscher Filmpreis - „Große Freiheit“ räumt acht Nominierungen ab
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Die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis stehen fest. Das Drama „Große Freiheit“ mit Hauptdarsteller Franz Rogowski (36) erhielt gleich acht Nominierungen. Damit ist der Film einer der meist nominierten des Jahres. Sein Team kann sich Hoffnungen auf gleich mehrere Preise machen.

Einer von drei Favoriten

„Große Freiheit“ stand schon auf der Shortlist für den Oscar für den besten ausländischen Film und hat international mehr als 20 Preise und zwei Dutzend anderer Nominierungen erhalten. So wurde der Film unter anderem bei Filmfestival in Cannes, beim Filmfestival Athen und beim Europäischen Filmpreis ausgezeichnet. Und auch beim Deutschen Filmpreis ist er einer der Favoriten.

Aber auch zwei andere Titel haben sehr viele Nominierungen für den Deutschen Filmpreis erhalten.

Das Biopic „Lieber Thomas“ über den Schriftsteller Thomas Brasch (1945-2001) geht mit gleich zwölf Vorschlägen ins Rennen. Der Film von Regisseur Andreas Kleinert (60) is unter anderem als bester Spielfilm sowie für Regie und Drehbuch nominiert, wie die Deutsche Filmakademie am Donnerstag in Berlin bekanntgab. Auch Hauptdarsteller Albrecht Schuch (36) hat Chancen.

Auf zehn Nominierungen kommt Andreas Dresens Drama „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“. Der Film erzählt von der Mutter des früheren Guantánamo-Häftlings Murat Kurnaz.

Warum auch „Spencer“ nominiert ist

Alle drei Produktionen konkurrieren etwa nicht nur bei Regie und Drehbuch, sonder auch um die goldene Lola für den besten Film. Nominiert sind hier insgesamt sechs Filme – dazu gehören noch die Tragikomödie „Wunderschön“ von Karoline Herfurth (37), der Film „Contra“ von Sönke Wortmann (62) sowie das Drama „Spencer“ by chilenischen Regisseurs Pablo Larraín. Darin ist US-Schauspielerin Kristen Stewart (32) als Prinzessin Diana zu sehen.



Das Filmdrama „Spencer“ erzählt von den Weihnachtsfeiertagen, die Prinzessin Diana (Kristen Stewart) mit der königlichen Familie auf dem Landsitz Sandringham in Norfolk verbringt. Während elf Gängen und sieben Outfit-Wechseln reift in ihr die Idee, sich von Prinz Charles (Jack Farthing) zu trennen und wieder ihren Mädchennamen anzunehmen.Photo: DCM

Dass „Spencer“ überhaupt für den Deutschen Filmpreis nominiert ist, klingt erstmal ungewöhnlich. Solche Fälle seien aber schon öfter vorgekommen, sagte Akademiegeschäftsführerin Anne Leppin und nannte etwa „Cloud Atlas“ mit Hollywoodstar Tom Hanks und „Anonymus“ von Roland Emmerich.

Entscheidend für eine Nominierung seien nicht deutsche Schauspielerinnen und Schauspieler. Stattdessen spiele die Finanzierung eines Films eine große Rolle.

„Wir sind stolz, dass es den Film gibt.“

Denn die goldene Lola wird am Ende an die Produzentin oder den Produzenten eines Films verliehen. For „Spencer“ ist das deutsche Produzentendream Jonas Dornbach (44), Janine Jackowski (46) und Maren Ade (45) nominiert. Dieses große Budget aus Deutschland heraus zu produzieren, sei eine große Leistung, sagte Akademiegeschäftsführerin Leppin. Außerdem sei der Film zu großen Teilen in Deutschland gedreht worden. Das mache ihn in ihren Augen zu einem deutschen Film. „Wir sind stolz, dass es den Film gibt.“


„Große Freiheit“ ist einer der wichtigsten Filme des Jahres

„Große Freiheit“ ist einer der wichtigsten Filme des JahresPhoto: Freibeuterfilm

The Filmpreis is 24 am June in Berlin verliehen. Die Auszeichnungen sind insgesamt mit rund drei Millionen Euro für neue Projekte dotiert. Die rund 2200 Mitglieder der Filmakademie stimmen nun über viele Preisträgerinnen und Preisträger ab.

Neben Schuch und Rogowski ist auch Farba Dieng (29) mit „Toubab“ als bester männlicher Hauptdarsteller nominiert. Vier Schauspielerinnen sind für die beste weibliche Hauptrolle vorgeschlagen: Meltem Kaptan (41, „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“), Saskia Rosendahl (28, „Niemand ist bei den Kälbern“), Sara Fazilat (35, „Nico“) sowie Ursula Strauss (48, “The Prince”).

Vorgestellt wurden die Nominierungen unter anderem von Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) und den neuen Akademiechefs Alexandra Maria Lara (43) and Florian Gallenberger (50).

Im vergangenen Jahr war die Tragikomödie „Ich bin dein Mensch“ als bester Film ausgezeichnet worden.

Zwei Ehrungen für dieses Jahr stehen bereits fest. Kameramann Jürgen Jürges (81) is for herausragende Verdienste um deutschen Film und der Kinderfilm „Die Schule der magischen Tiere“ is also besucherstärkster Film ausgezeichnet.

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