Der ZDF-Film über Uwe Tellkamp ist fragwürdig

Der ZDF-Film über Uwe Tellkamp ist fragwürdig
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Der Schriftsteller Uwe Tellkamp in Andreas Gräfensteins Dokumentarfilm „Der Fall Tellkamp – Streit um die Meinungsfreiheit“
Picture: 3sat/ZDF

Die ZDF-Doku über den Schriftsteller Uwe Tellkamp, ​​die im Frühjahr lief, kam auf merkwürdige Weise zustande. Einige der Befragten wussten nicht, dass sie für einen Tellkamp-Film vor der Kamera standen. Sonst waren sie nicht dabei gewesen. Was soll das?

HASnfang Mai reiste die Schriftsteller und Journalistin Jana Hensel nach Gotha, um über die dort stattfindende PEN-Tagung zu berichten, die zum großen Streit zwischen den Mitgliedern des Schriftstellerverbands und, später, zur Neugründung des PEN Berlin führen sollte. Es war ein Wochenende, an dem erste Medien über den neuen Roman von Uwe Tellkamp berichteten, „Der Schlaf in den Uhren“, der in den Tagen danach erscheinen sollte. Und über einen Film, der in den darauffolgenden Wochen zunächst bei 3Sat und, in gekürzter Fassung, im ZDF gezeigt werden sollte: „Der Fall Tellkamp – Streit um die Meinungsfreiheit“ von Andreas Gräfenstein.

Julia Encke

Verantwortliche Redakteurin für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

Jana Hensel stand in einer der Kaffeepausen der Tagung vor der Stadtbibliothek Heinrich Heine in Gotha, wir kamen ins Gespräch. Auf die Bemerkung, dass man sie gerade in dem Tellkamp-Film gesehen habe, in langen Interviewpassagen, sagte sie: „Welcher Tellkamp-Film?“ Und war, wie sich herausstellte, mit dieser Frage nicht allein. Der Schriftsteller Ingo Schulze, den Gräfenstein für diesen Film ebenfalls ausführlich interviewte, antworte auf die Bemerkung über seinen Auftritt, die ein Journalist der „Süddeutschen Zeitung“ ihm gegenüber machte, mit ähnlichem Unverständnis, weil er – so erzählste nzicht unzicht gar es – , was mit „Tellkamp-Film“ gemeint war. Wie war das möglich?

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