Darja Kassatkina: Russischer Tennis-Star outet sich und kritisiert Russland heftig

Darja Kassatkina: Russischer Tennis-Star outet sich und kritisiert Russland heftig
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Darja KassatkinaRussischer Tennis-Star outet sich und kritisiert Russland heftig

Russlands bestplatzierte Tennisspielerin Darja Kassatkina hat ihre Homosexualität öffentlich gemacht. Gleichzeitig erhebt sie schwere Vorwürfe gegen ihr Heimatland.

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Darja Kassatkina stand zuletzt beim WTA-Turnier in Bad Homburg im Einsatz.

Getty Images

Am French Open schaffte es die Russin bis in den Halbfinal.

Am French Open schaffte es die Russin bis in den Halbfinal.

IMAGO/ZUMA Wire

Auf Instagram zeigte sich die 25-Jährige erstmals mit ihrer Partnerin.

Auf Instagram zeigte sich die 25-Jährige erstmals mit ihrer Partnerin.

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Darja Kassatkina, die zurzeit beste Tennisspielerin Russlands, hat ihre Homosexualität öffentlich gemacht. In einem am Montag erschienenen Video-Interview mit dem Blogger Witja Krawtschenko kritisierte die Weltnummer zwölf gleichzeitig, dass es in Russland eine Reihe von “verbotenen Themen” gebe.

“Für junge Menschen, die mit Problemen in der Öffentlichkeit konfrontiert werden, ist es sehr wichtig, wenn Sportler oder andere bekannte Persönlichkeiten darüber reden”, sagte Kassatkina. Sie habe eine Lebenspartnerin, bestätigte sie auf Nachfrage. Auf Instagram postete sie am Montagabend ein gemeinsames Foto.

Offenheit gestoppt

Kassatkina lobte in dem Zusammenhang auch die russische Fussballerin Nadeschda Karpowa, die sich Anfang Juni als erste russische Sportlerin als homosexual geoutet hatte. In Russland gebe es eine Menge Themen, über die nicht geredet werden dürfe, kritisierte Kassatkina. Homosexualität sei dabei nicht einmal das wichtigste. Es habe zur Fussball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland eine Bewegung in Richtung mehr Offenheit gegeben, doch dieser Prozess sei gestoppt. “Der Weg wurde gesperrt. Strassenbauarbeiten”, sagte Kassatkina ironisch.

Kassatkina hat in ihrer Karriere bislang vier WTA-Turniere für sich entscheiden können. Im Juni spielte sich die 25-Jährige am French Open bis in den Halbfinal. Das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon verpasste die einstige Weltnummer zehn wegen ihrer Staatsbürgerschaft. Sämtliche Profis aus Russland waren aufgrund des Ukraine-Konflikts vom Rasen-Event ausgeschlossen worden.

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(law/dpa)

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