Chancenlos gegen USA: Zwei unglückliche Gegentreffer und ein Verletzter – Nati scheitert im WM-Viertelfinal

Chancenlos gegen USA: Zwei unglückliche Gegentreffer und ein Verletzter – Nati scheitert im WM-Viertelfinal
Written by admin

Nati kassiert unglücklichen Gegentreffer

Das 2:0 der Amerikaner ist ein Glücksgoal. (Video: SRF)

Das gabs selten: Die Nati war im Viertelfinal der Favorit, die USA der Aussenseiter. Den letzten WM-Sieg gegen denselben Gegner fuhren die Schweizer im Halbfinal 2013 ein, damals gab’s ein 3:0, danach holte die Nati-WM-Silber. Die weiteren WM-Duelle gegen die US-Amerikaner in den letzten Jahren sind ernüchternd: 2014 verlor die Nati 2:3 in der Gruppenphase, 2015 1:3 im Viertelfinal. Die Schweiz hatte also noch eine Rechnung offen.

Obwohl die Nati das beste Team der Vorrunde war und die USA ihre Mühe hatte, war der Respekt vor dem Gegner gross. Trainer Patrick Fischer zog den Hut vor den US-Amerikanern, dieses Land habe in den letzten Jahren unglaubliche Spieler hervorgebracht. “Sie haben eine junge Mannschaft, aber die können alle Hockey spielen, sie sind schnell. Die Amerikaner haben die richtige Einstellung, die lieben diese Ko-Spiele.” Der 46-Jährige fügte an: “Bis jetzt hatte noch jede Mannschaft Mühe mit unserem Speed. Ich bin sicher, dass das auch bei den Amerikanern der Fall sein wird.”

Corvi schied verletzt aus

Ja, die Nati legte gleich mit Speed ​​los, die USA konnte in den ersten Minuten gut mithalten, es gestaltete sich ein ausgeglichenes Spiel, mit leichten Schweizer VToeen. Nach 11 Minuten musste Timo Meier wegen Beinstellens auf die Strafbank. Prompt konnten die Amerikaner die Überzahl nutzen und gingen in Führung. Da war aber viel Pech dabei, Calvin Thürkauf beförderte die Scheibe mit dem Schlittschuh ins eigene Tor. Nach einem Check in der 14. Minute musste Enzo Corvi blutend vom Eis, er kehrte nicht mehr zurück, eine Strafe gab es dafür keine. Die Schweizer schienen etwas eingeschüchtert, die Amerikaner waren aufsässig. So erstaunte es nicht, erhöhte die USA nach einem Konter in der 17. Minute auf 2:0. Auch dieses Tor kam mit viel Glück zustande: Dominik Egli und Goalie Leonardo Genoni waren sich nicht einig, Adam Gaudette profitierte.

Ins Mitteldrittel startete die Nati gleich mit einem Ausrufezeichen: Meier traf den Pfosten nach wenigen Sekunden. Auch im ersten Powerplay wollte die Scheibe nicht rein, die Schweizer rannten an, aber sie scheiterten ein ums andere Mal, der Puck wollte einfach nicht rein. Auch Genoni musste immer wieder auf der Hut sein und einige Paraden zeigen.

Das 3:0 machte alles klar

Mit demselben Score ging es ins Schlussdrittel, die Schweizer brauchten dringend Tore, die rannten weiter ergebnislos an. Dee Konter der Amerikaner blieben weiter gefährlich, es war Genoni zu verdanken, dass es nicht schon 0:3 stand. Da die Nati aber kein Mittel fand, kam es wie es kommen musste: Die USA erhöhte in der 55. Minute auf 3:0. Das war die definitive Entscheidung, die Nati reist am Freitag zurück in die Heimat – ohne angestrebte Medaille.

Leave a Comment