Berner Rap-Rentnerin Rich Nana erobert mit 68 Jahren deutsches Reality-TV

Berner Rap-Rentnerin Rich Nana erobert mit 68 Jahren deutsches Reality-TV
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Die ehemalige Stripperin ist Millionärserbin, war einst in einen Sexunfall verwickelt und startete im hohen Alter eine Rap-Karriere. Nun erobert Diana Forster das deutsche Trash-TV.

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Diana Foster aka Rich Nana macht bald das deutsche Trash-TV unsicher.

Instagram/richnana

Die Rapperin zieht am Samstag nach Phuket in den “Kampf der Realitystars”.

Die Rapperin zieht am Samstag nach Phuket in den “Kampf der Realitystars”.

RTL Zwei / Foto: Paris Tsitsos

Nicht einmal die Youngsters der Show sollen mit der 68-Jährigen mithalten können, kündigt sie selbstbewusst an.

Nicht einmal die Youngsters der Show sollen mit der 68-Jährigen mithalten können, kündigt sie selbstbewusst an.

Rich Nana / PR

  • Die Bernerin Diana Forster aka Rich Nana wird ab dem kommenden Samstag bei “Kampf der Realitystars” im deutschen TV zu sehen sein.

  • Die gebürtige Tschechin hat ein aufregendes Leben hinter sich. Sie lässt sich mit 22 Jahren in der Schweiz nieder. “Ich wollte schon immer singen, landete aber in einem Striptease-Lokal in der Zürcher Innenstadt”, erinnert sie sich.

  • Dort lernte sie ihren ersten Ehemann, Walter Forster, kennen und heiratete den Geschäftsmann. Kurz darauf nahm dieser sich das Leben und machte Diana zur Erbin seines Vermögens.

  • Später wird sie mit einer Freundin in einen Sexunfall verstrickt. Dabei kommt ihr damaliger Partner Artur Bezzolla um.

  • Trotz Schicksalsschlägen lässt sich die Millionärserbin nicht von ihrem Traum abkommen. Mit 66 Jahren entscheidet sie sich, eine Rap-Karriere anzugehen. Mit Erfolg!

  • Nun startet sie nicht nur im deutschen TV durch, auch Netflix soll an einer Doku-Serie über ihr Leben interessiert sein.

Sie ist schrill, steinreich und schamlos: Die Bernerin Diana Forster aka Rich Nana wird ab dem kommenden Samstag bei “Kampf der Realitystars” im deutschen TV ihr Unwesen treiben. Nicht einmal die Youngsters der Show sollen mit der 68-Jährigen mithalten können, kündigt sie selbstbewusst an. “Sie liegen rum, rauchen und trinken und müssen sich dann ständig wieder erholen. Ich weiss auch nicht, auf was die warten”, wettert sie noch vor Showbeginn.

Doch ihr heutiges Selbstvertrauen musste sich Forster erst erkämpfen. Sie wird 1954 in eine verarmte Adelsfamilie in der tschechischen Hauptstadt Prag hineingeboren. Als 15-Jährige überredet sie ihre alleinerziehende Mutter nach Deutschland auszuwandern. Denn im Pubertätsalter wird ihr das Leben im Kommunismus zu langweilig. Wenige Jahre später verliert sie ihre Mutter an Krebs. Sie muss ihr Leben neu sortieren und entscheidet sich, mit grossen Träumen in die Schweiz zu reisen. “Ich wollte schon immer singen, landete aber in einem Striptease-Lokal in der Zürcher Innenstadt”, erinnert sie sich.

An der Stripteasetange zum ersten Millionär

An der Stange fliegen ihr die Scheine nur so entgegen. Umgeben von reichen Bankern und Champagner à discretion findet Diana Gefallen am Luxusleben. Auf der Arbeit lernt sie schliesslich ihren zukünftigen Mann kennen – den Millionär Walter Forster. Heute gibt sie offen zu, nicht aus Liebe geheiratet zu haben, es sei sein Nachname gewesen, der ihr gefallen hatte. Doch nur drei Monate nach der Hochzeit begeht er im Zürcher Nova Park, dem heutigen Hotel Crowne Plaza, Suizid und macht sie so zur Erbin seines Vermögens. “Das Leben ging weiter, ich konnte ja nichts dafür”, blickt sie zurück.

Das tragic Happening endet für sie unerwartet in einer neuen Liaison: Der Verwaltungsratspräsident des Hotels, Artur Bezzolla, verliebt sich in die gebürtige Tschechin und lässt sie in seiner Goldküsten-Villa einziehen. Später, im Jahr 1985, wird sie mit einer Freundin in einen Sex-Unfall verwickelt. Während Sadomaso-Fesselspielen erstickt der Zürcher Millionär (damals 41). Nach knapp einer Woche Untersuchungshaft wird sie wegen fahrlässiger Tötung zu einer bedingten Gefängnisstrafe verurteilt. Nur ungern blickt sie auf die Zeit zurück, denn ihr selbst hätten die Bettspielchen keine Freude bereitet. “Nach dem tragischen Vorfall habe ich entschieden, mich von solchen Männern zu distanzieren.”

Trotz zahlreichen Verlusten und Rückschlägen lässt sie sich nicht davon abbringen, ihre Träume zu verwirklichen. Nach gescheiterten Versuchen im Schlager-Metier fasst sie den Entschluss, als Rap-Rentnerin mit 66 Jahren international durchzustarten. Für ihr Vorhaben holt sie sich Tipps bei den Grossen: “Ich habe einfach den Manager von Snoop Dog nach Rat gefragt”, blickt sie zurück. Mit Erfolg: Sie wird von Empire Records unter Vertrag genommen. Mitte Juli 2020 erscheint ihre erste Single “Papi Chulo”, die vor allem auf Tiktok einschlägt. Den Clip dazu produced Gil Green, der schon mit Musikgrössen wie Jason Derulo, Nicki Minaj oder Camila Cabello zusammenarbeitete. Star-Choreograph Brooklyn Jai ist für die Tanzeinlagen verantwortlich. Im darauffolgenden Oktober erscheint ihr zweiter Hit “Thinking About It”.

Mit dem Start der Pandemie zieht sich Rich Nana zurück. ‘Aufgrund meines Alters und meiner Immunschwäche hatte ich Angst’, gesteht sie. Derweil entdeckt sie Instagram, setzt sich auf der Plattform bewusst provokant in Szene und baut sich darauf eine Community von über zwei Millionen Followern und Followerinnen auf. “Ich würde es allen Alten raten, auf Instagram zu gehen. Denn als ich aufs Rentenalter zuging, war ich frustriert. Heute schreiben mir die Leute auf Instagram: Hey, Queen.”

Rich Nana bald als Netflix-Serie

Ihren Instagram-Content shootet ihr 18 Jahre jüngerer Noch-Ehemann, der die Beschäftigung als Hobby sieht. Mit ihm steckt sie seit Jahren in der Scheidung. “Ich bin einfach zu faul für den ganzen Papierkram”, klagt sie. Das Verhältnis sei jedoch noch gut und ab diesem Jahr wolle sie ihn auch für seine Arbeit bezahlen. Ihr Single-Leben hat sie zu Pandemie-Zeiten auf Eis gelegt. “Jetzt bin ich aber bereit, einen Rapper zu heiraten! Am besten in Las Vegas”, erzählt Rich Nana lachend.

Die Rentnerin, die sich nicht mit Gleichaltrigen identifizieren kann – “Alle meine Freundinnen könnten meine Enkelinnen sein” – ist nicht zu bremsen. Kein Wunder: “Mein Energielevel ist von einem anderen Planeten.” Sie hat bereits für die Zeit nach “Kampf der Realitystars” – die sie als “schlimmer als meinen Aufenthalt in Untersuchungshaft” beschreibt – weitere TV-Pläne. Es stehen nämlich Dreharbeiten für eine eigene Doku-Serie an. Für ihre Geschichte soll sich niemand geringeres als Streaming-Gigant Netflix interessieren.

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