Auf Schloss Balmoral: Ein Abschied ohne ihre Liebsten – das waren die letzten Tage und Stunden der Queen

Auf Schloss Balmoral: Ein Abschied ohne ihre Liebsten – das waren die letzten Tage und Stunden der Queen
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Auf Schloss BalmoralEin Abschied ohne ihre Liebsten – das waren die letzten Tage und Stunden der Queen

Dass ihr Leben der Krone gewidmet war, daran hat sie nie einen Zweifel gelassen. Auch ihr Familienleben war stets zweitrangig. So ist sie eingeschlafen, ohne all ihre Liebsten gesehen zu haben.

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Der Sommer in ihrem geliebten Schloss Balmoral war für die Queen “einer der schönsten der letzten Jahre”.

PA Images via Getty Images

Auf ihrem Anwesen in den Highlands in Schottland ist die Monarchin am Donnerstag im Alter von 96 Jahren verstorben.  Seither ist die Fahne auf halbmast.

Auf ihrem Anwesen in den Highlands in Schottland ist die Monarchin am Donnerstag im Alter von 96 Jahren verstorben. Seither ist die Fahne auf halbmast.

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Die Arbeit für die Krone hatte für die Regentin stets oberste Priorität.  Zuletzt hatte sie starke gesundheitliche Probleme.

Die Arbeit für die Krone hatte für die Regentin stets oberste Priorität. Zuletzt hatte sie starke gesundheitliche Probleme.

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  • Am Donnerstagnachmittag, 8. September, verstarb Queen Elizabeth II.

  • Dass sie Schloss Balmoral als Rückzugsort gewählt hatte, ist kein Zufall. Ihre letzten Tage habe sie genossen, meint eine Expertin.

  • Trotz Warnanruf ihrer Ärzte haben es die meisten Familienmitglieder nicht pünktlich geschafft.

Die Krone hatte für Queen Elizabeth II stets oberste Priorität. So liess sie es sich nicht nehmen, nur zwei Tage vor ihrem friedlichen Tod, das Amt der britischen Primeministerin persönlich an Liz Truss (47) zu übergeben. Und doch war längst spürbar, dass sich die 96-Jährige seit längerem immer mehr zurückzog. Abseits vom grossstädtischen Trubel setzte sie sich zuletzt auf ihrem Anwesen in den Highlands in Schottland ab, um das Landleben zu geniessen und dort traditionell ihre Sommerferien zu verbringen.

Schloss Balmoral war für die Monarchin ein besonderer Ort. Wie Royal-Expertin Rebecca English in «The Mail» schreibt, seien die Queen und ihr verstorbener Gatte Philip dort jeweils am glücklichsten gewesen und hätten wie ein «ziemlich normals Ehepaar» leben können. Weiter meint sie, dass dieser Sommer einer der schönsten ihrer letzten Jahre gewesen sei.

Ihre treuen Wegbegleiter

Dabei wurde sie ‘von einer Handvoll treuer Mitarbeiter begleitet, die ihr geschworen hatten, bis zum Ende bei ihr zu bleiben’. Darunter seien ihr Mitarbeiter Paul “Tall Paul” Whybrew (offiziell “Page of the Backstairs”) und Barry Mitford, ihr “Serjeant-at-Arms”. Die beiden Männer waren ihre regelmässigen Begleiter, brachten ihr angeblich jeden Tag die Pferderennsport-Post und sassen mit ihr zusammen, um ihren Lieblingssport im Fernsehen zu verfolgen.

Ebenfalls an ihrer Seite sei stets Angela Kelly gewesen. Sie galt als ihre rechte Hand und trug den Titel persönliche Assistentin, Beraterin und Pflegerin Ihrer Majestät, der Königin. Die schützende “AK47”, wie sie genannt wurde, soll dem Bericht zufolge nicht von ihrer Seite gewichen sein. “Sie hat die Queen in Watte gepackt”, erzählte die Royal-Kennerin, eine Quelle, im Laufe des Sommers. “Sie war sehr überfürsorglich und hat dafür gesorgt, dass Ihre Majestät nicht zu viel getan hat.”

Ein ganz normal Sommer

Doch auch ihre Familie zeigte sich in der jüngsten Vergangenheit vermehrt an der Seite der verstorbenen Monarchin. Zuletzt der Herzog und die Herzogin von Cornwall und Cambridge, William (40) und Kate (40), und ihre drei lebhaften Kinder, die ihre Urgrossmutter “Gan Gan” nannten. Besonders wichtig soll ihr allerdings die regelmässige Anwesenheit von Prinz Edward (58) und seiner Frau Sophie (57), die sie wie eine zweite Tochter behandelte, gewesen sein. Alles in allem sei es laut English «ein sehr typischer und fröhlicher Sommer in Balmoral, mit vielen Spaziergängen, Picknicks und Grillabenden» gewesen sein. ‘Natürlich war die Königin nicht die ganze Zeit über anwesend, aber sie hat teilgenommen’, sagt eine Quelle dem Bericht zufolge.

Eine der Queen nahestehende Person offenbarte der Journalistin erst vor wenigen Tagen, dass sie “wirklich gut gelaunt” war und ergänzte: “Ich weiss, dass Sie von mir erwarten würden, dass ich das sage, aber sie war wirklich gut gelaunt.” Mit dieser Aussage habe der Insider angedeutet, dass der Schwächeanfall der Majestät am Mittwoch plötzlich über Nacht gekommen sei. Fortan ging es schnell. Ab Donnerstagmittag haben sich die Nachrichten rund um ihren Gesundheitszustand überschlagen.

Die tragic Chronology am Tag ihres Todes

Gegen Mittag Ortszeit: Primeministerin Liz Truss hat im Parlament gerade ihren Entlastungsplan zur Abfederung der hohen Energiekosten vorgestellt, als Minister Nadhim Zahawi den Saal betritt, zu ihr eilt und ihr einen Zettel zusteckt. Truss verlässt daraufhin das Abgeordnetenhaus, kurz darauf gefolgt von Oppositionsführer Keir Starmer, dem zuvor ebenfalls ein Zettel überreicht wird.

12.32 Uhr Ortszeit: In einer kurzen Erklärung teilt der Buckingham-Palast mit, die Ärzte von Elizabeth II. seien nach einer morgendlichen Untersuchung “besorgt” wegen ihres Gesundheitszustands und hätten eine ärztliche Überwachung auf Schloss Balmoral empfohlen. Kurz darauf schreibt Premierministerin Truss auf Twitter, “das ganze Land” sei “zutiefst besorgt” um die Königin.

12.39 Uhr Ortszeit: Die BBC unterbricht ihr laufendes Programm mit der Nachricht zum Gesundheitszustand der Queen und berichtet anschliessend fortlaufend über die Entwicklungen. Moderator Huw Edwards trägt einen dunklen Anzug mit weissem Hemd und schwarzer Krawatte gemäss dem BBC-Dresscode bei Todesfällen in der königlichen Familie.

12.45 Uhr Ortszeit: Prinz Charles’ Büro teilt mit, dass er und seine Frau Camilla sich nach Schloss Balmoral begeben haben.

15.50 Uhr Ortszeit: Eine Maschine der Royal Air Force landet im schottischen Aberdeen. An Bord sind Prinz William und die beiden jüngsten Söhne der Queen, Prinz Andrew und Prinz Edward, sowie Edwards Frau Sophie.

16.30 Uhr Ortszeit: Einem Sprecher zufolge wird Primeministerin Truss zu diesem Zeitpunkt über den Tod der Queen informiert.

17.05 Uhr Ortszeit: Ein Auto mit Prinz William am Steuer und Andrew, Edward und Sophie auf den Sitzen, fährt durch die Pforten von Schloss Balmoral.

18.30 Uhr Ortszeit: Der Buckingham-Palast verkündet auf Twitter: “Die Queen ist heute Nachmittag friedlich in Balmoral gestorben.” An ihrer Seite waren lediglich ihre Kinder Prinz Charles und Prinzessin Anne, die anderen haben es nicht rechtzeitig geschafft. Damit wird ihr ältester Sohn Charles automatisch König. “Der König und die Königsgemahlin werden heute Abend in Balmoral bleiben und morgen nach London zurückkehren”, erklärt der Palast. Am Buckingham-Palast wird die Flagge auf halbmast gesetzt, die wartende Menge vor dem Palast schweigt, viele Menschen brechen in Tränen aus.

19.04 Uhr Ortszeit: Der neue König Charles würdigt die Queen in einer Erklärung als “geschätzte Herrscherin und viel geliebte Mutter”. Ihr Tod sei ‘für mich und alle Mitglieder meiner Familie ein Augenblick grosser Trauer’. Er wisse, dass ihr Verlust Menschen im ganzen Land, dem Commonwealth und in der ganzen Welt schmerze. Wenig später wird verkündet, dass er fortan den Titel König Charles III. trägt.

19.52 Uhr Ortszeit: Als Letzter stösst Prinz Harry zur trauernden Familie – ohne Ehefrau Herzogin Meghan. Die beiden sind seit Anfang der Woche auf Europareise.

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