Amber Heard über Hass beim Depp-Prozess: „Verbrennt die Hexe“ – Leute

Amber Heard über Hass beim Depp-Prozess: „Verbrennt die Hexe“ - Leute
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Amber Heard (36) bricht ihr Schweigen.

In ihrem ersten exklusiven Interview nach dem spektakulären Schlammschlacht-Prozess gegen ihren Ex-Ehemann Johnny Depp (59), bleibt die Schauspielerin bei ihren Aussagen: Depp habe sie körperlich und mental missbraucht.

„Bis zu meinem Todestag werde ich zu jedem Wort meiner Aussage stehen“, erklärte Heard der Journalistin Savannah Guthrie (50) von der „Today Show“ im US-TV.



Amber Heard im Gespräch mit Journalistin Savannah GuthriePhoto: AP

Auch wenn die Geschworenen-Jury im US-Bundesstaat das anders sah, sich Anfang Juni weitgehend auf Depps Seite gestellt hatte und Heard zur Zahlung von mehr als zehn Millionen Dollar Schadenersatz an den „Fluch der Karibik“-Star verdonnert hatte.

Das Urteil sei für sie immer noch surreal und schwierig zu verstehen, so Amber Heard. Sie habe es bisher nur teilweise verdaut.

Der überwiegende Teil dieses Prozesses habe sich in den sozialen Medien abgespielt, findet Amber Heard. Laut ihrer Meinung auch der Hauptgrund für das Jury-Urteil. Das Anwaltsteam von Depp sei nicht besser gewesen, aber sehr erfolgreich darin, die Jury von dem eigentlichen großen Ganzen abzulenken.

Auf die Frage von Guthrie, ob sie glaube, die Jury habe die ganzen, vor allem negativen Reaktionen gegen sie auf Social Media mitbekommen, erklärt Heard: „Wie konnten sie es nicht? Ich denke, selbst für den vorsichtigsten Juror wäre es unmöglich gewesen, dies zu vermeiden.“


Johnny Depp fährt während des vergangenen Prozesses an Fans vorbei – vor dem Gerichtsgebäude und im Netz wurde Depp von seinen Fans gefeiert – und Heard in die Pfanne gehauen

Johnny Depp fuhr während des vergangenen Prozesses winkend an Fans vorbei. Vor dem Gerichtsgebäude und im Netz wurde er von seinen Fans gefeiert – und Amber Heard in die Pfanne gehauenPhoto: Craig Hudson/AP

Wie auch ihre Anwältin Elaine Bredehoft vor einer Woche in einem Interview erklärte, sei das Hauptproblem gewesen, dass sehr wichtige Beweise gegen Depp im Gericht nicht zugelassen wurden. Um welche Beweise es sich dabei genau handelt, erklärte die Schauspielerin allerdings nicht.

Vor allem die extreme Fan-Unterstützung, die Depp im Gegensatz zu ihr erhalten habe, machte ihr zu schaffen.

„Jeden Tag ging ich an drei, vier, manchmal sechs Blöcken vorbei – Stadtblöcke, die von Menschen gesäumt waren, die Schilder hielten, die sagten: ‚Verbrennt die Hexe’, ‚Tod für Amber’. Nach dreieinhalb Wochen stand ich dann im Zeugenstand und sah einen Gerichtssaal voller Captain-Jack-Sparrow-Fans, die laut und energiegeladen waren“, so Amber Heard.

„Das war das Demütigendste und Schrecklichste, was ich je durchgemacht habe. Ich habe mich noch nie mehr von meiner eigenen Menschlichkeit entfernt gefühlt. Ich fühlte mich wie ein Mensch, der weniger wert war.“

Und Selbstkritik? Die kommt hin und wieder ein wenig durch: In der Beziehung hätten beide Fehler gemacht und sich gegenüber schrecklich verhalten. Das Paar habe in einem Zustand von ständiger Gewalt gelebt. ABER: Die Aussage von Depp, er habe Heard nie geschlagen, nannte sie eine Lüge.

Weitere, vorsichtige Selbstkritik: Amber könne nachvollziehen, dass viele Menschen für keinen der beiden irgendeine Sympathie empfinden würden: „Ich würde dem Durchschnittsmenschen keinen Vorwurf machen, wenn er sich das ansieht und sich denkt, das sind ‚Hollywood-Blagen in ihrtener “.

Amber kündigte bereits an, gegen das Gerichtsurteil in Berufung zu gehen.

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