6 Punkte, warum der Film so skandalträchtig ist

6 Punkte, warum der Film so skandalträchtig ist
Written by admin

People-News

Es ist einer der meist erwarteten Kinofilme in diesem Jahr. Doch lange bevor “Don’t Worry Darling” im Kino erscheint, umwittern den Mystery-Thriller so einige Skandale.

07.09.2022, 12:0407.09.2022, 14:56

Seit dem Hollywood-Streifen “Mr. and Mrs. Smith» mit Angelina Jolie und Brad Pitt gab es kaum ein Film mehr, bei dem die Geschehnisse um die Dreharbeiten für mehr Furore sorgten als der Film selbst. “Don’t Worry Darling” ist genau das “gelungen”.

Eine Romanze hinter den Kulissen, ein Streit um die Besetzung, eine angebliche Fehde zwischen Regisseurin und der Hauptdarstellerin – all das gibt fast genügend Stoff für einen eigenen Film.

“Don’t Worry Darling” is Olivia Wildes zweiter Film, bei dem die Schauspielerin Regie führt. Von der Öffentlichkeit wird die Story aber schon seit Längerem in die hinteren Reihen der Aufmerksamkeit verwiesen. Wir entwirren die vielen Skandalstränge in sechs Punkten:

Die Story

Der Mystery-Thriller spielt in den 1950er Jahren. Der Plot: Alice (Florence Pugh) und Jack Chambers (Harry Styles) sind ein junges, glückliches Paar, das in der scheinbar perfekten Firmenstadt Victory in Kalifornien lebt. Die Stadt wurde von der gleichnamigen geheimnisvollen Firma gegründet und bezahlt. Wie alle Männer arbeitet auch Jack für diese Firma. Die Aufgabe der Frauen hingegen ist es, die perfekt gestylten Häuser in Ordnung zu halten.

Eine Szene aus “Don't Worry Darling”: Olivia Wilde spielt selbst eine Nebenrolle, ebenso Nick Kroll (neben ihr) und Chris Pine.

Eine Szene aus “Don’t Worry Darling”: Olivia Wilde spielt selbst eine Nebenrolle, ebenso Nick Kroll (neben ihr) und Chris Pine. Picture: keystone

Das Leben in der Stadt ist scheinbar perfekt. Doch Alice beginnt, das Zusammenleben zu hinterfragen. Was genau arbeiten die Männer eigentlich? Ihr Mann Jack versucht sie wie alle anderen mit der Aussage abzuspeisen, es gehe um ‘die Entwicklung fortschrittlicher Materialien’.

Aber warum darf man die Stadtgrenzen von Victory eigentlich nicht verlassen? Als Alice beginnt, immer mehr Fragen zu stellen, bröckelt die Fassade dieses utopischen Lebens und Alices Nachforschungen führen zu zunehmenden Spannung innerhalb der Gemeinschaft. Zwischendurch flackern in ihr Visionen auf, die darauf deuten, dass sich hinter Victory etwas ganz anderes verbirgt.

So viel zur Story, welche alleine schon einiges an Action verspricht. “Don’t Worry Darling” wurde am 5. September in Venedig der Öffentlichkeit vorgestellt, ab dem 23. September läuft er in den Kinos. Die ersten Reaktionen und Reviews auf den Film waren allerdings durchzogen.

Die Plattform «Metacritic», die Rezensionen zusammenfasst, zeigt einen «Metascore» von 49 aus 100 Punkten, basierend auf 23 Rezensionen von Filmkritikern. Der Tenor dabei: Hauptdarstellerin Florence Pugh überzeugt auf ganzer Linie, Hauptdarsteller Harry Styles, das Drehbuch sowie die Regie von Olivia Wilde weniger.

Mittlerweile fast spannender als die Story selbst ist aber, was vor, während und nach den Dreharbeiten geschah.

Olivia Wilde and Harry Styles

Die Regisseurin (38) und der Sänger und Schauspieler (28) begannen am Set von “Don’t Worry Darling” eine romanticische Beziehung. Wann genau diese ihren Anfang nahm, ist unklar. Man sah die beiden aber bereits Anfang 2021 gemeinsam an einer Hochzeit.

Die Dreharbeiten zum Mystery-Thriller begannen im Herbst 2020. Da schien es einigermassen pikant, dass Wilde sich im November desselben Jahres von ihrem langjährigen Verlobtention und Vater ihrer Kinder, Jason Sudeikis, trennte. Dieser war, so sagt man, “not amused”. Die Trennung der beiden Schauspieler gipfelte in der kuriosen Szene im April 2022, als Olivia Wilde auf offener Bühne bei einem Promo-Anlass ihres Films einen Umschlag mit den Sorgerechtspapieren erhielt.

War sichtlich verwirrt, als ihr in aller Öffentlichkeit die Sorgerechtspapiere überreicht wurden: Olivia Wilde im April 2022.

War sichtlich verwirrt, als ihr in aller Öffentlichkeit die Sorgerechtspapiere überreicht wurden: Olivia Wilde im April 2022. Picture: keystone

Ein Sprecher von Sudeikis beteuerte im Anschluss zwar, dass der Schauspieler ‘keine vorherige Kenntnis von der Zeit oder dem Ort gehabt habe, an dem der Umschlag zugestellt wurde’. Dennoch blieb die Szene ungut in Erinnerung, wie es auch Wilde in einem Interview mit der Zeitschrift “Variety” schilderte.

Und die Beziehung zu Harry Styles? War natürlich das grosse Tuschelthema in Hollywood, wo sie immer wieder gemeinsam gesichtet wurden. Öffentlich hat sich das Paar noch nicht zur Beziehung geäussert – umso mehr wurde der gemeinsame Auftritt in der Premiere in Venedig erwartet.

Nix da gemeinsame Fotos: Styles und Wilde hielten in Venedig schön Abstand.

Nix da gemeinsame Fotos: Styles und Wilde hielten in Venedig schön Abstand. Picture: keystone

Aber statt verliebte Pärchen-Fotos gab es für die Fotografen – nichts. Ausser natürlich das gemeinsame Posieren der ganzen Crew, wo dafür der stetige Abstand zwischen den beiden auffiel. Das war allerdings nicht das einzige, was an der Premiere getuschelt wurde – doch mehr dazu weiter unten.

Olivia Wilde and Florence Pugh

Während der Dreharbeiten kam es offenbar zu Unstimmigkeiten zwischen Regisseurin Wilde und Hauptdarstellerin Pugh. Diese hatten zwei Gründe.

Einerseits soll Florence Pugh nicht glücklich gewesen sein mit der Beziehung von Wilde zu Styles. Als Kollegin von Sudeikis, Wildes Ex-Verlobtem, sei ihr die Nähe der beiden am Set sauer aufgestossen.

Andererseits gab es Meinungsverschiedenheiten bezüglich den Sexszenen in “Don’t Worry Darling”. Während Wilde gegenüber “Vogue” erklärte, wie wichtig die – durchaus expliziten – Sexszenen für den Film seien, war Pugh damit nicht einverstanden. In einem Interview sagte sie dazu:

“Wenn es nur um Sexszenen geht oder darum, dem berühmtesten Mann der Welt dabei zuzusehen, wie er jemanden oral befriedigt, ist das nicht der Grund, warum wir es tun. Das ist nicht der Grund, warum ich in dieser Branche bin.”

Florence Pugh

Ausserdem fiel im Vorfeld der Premiere auf, dass Florence Pugh kaum Werbung für “Don’t Worry Darling” auf Social Media und in Interviews machte – etwas, das für Schauspielerinnen und Schauspieler eigentlich üblich wäre, und was Pugh bei anderen Filmen bereits praktizierte.

Harry Styles as Shia LaBoeuf

Im April 2020 wurde bekannt, dass Florence Pugh und Shia LaBeouf – und nicht Harry Styles – die Hauptrollen im Mystery-Thriller übernehmen.

Doch im September, also nur ein paar Monate nach Cast-Bekanntgabe, liess man verlauten, dass jetzt doch Harry Styles die Rolle für LaBeouf übernehmen würde. Offiziell wurde diese Entscheidung mit Terminkonflikten begründet. Nur wenige Monate danach tauchten allerdings erstmals Vorwürfe von LaBeoufs Ex-Freundin FKA Twigs gegen den Schauspieler auf. Die Sängerin beschuldigte ihn wegen sexualer Nötigung, Körperverletzung und seelischer Belastung und zeigte ihn an.

Wilde erklärte die Entscheidung in einem Interview mit den Worten: “Seine Arbeitsweise entsprach nicht dem Ethos, das ich in meinen Produktionen verlange. Sie scheint in gewisser Weise eine kämpferische Energie zu erfordern, und ich persönlich glaube nicht, dass das für die besten Leistungen förderlich ist». Sie glaube, dass das Schaffen eines “sicheren, vertrauensvollen” Umfelds der beste Weg sei, um Menschen dazu zu bringen, ihre beste Arbeit zu leisten. Dabei spielte sie auch auf die Sexszenen an, die Pugh mit LaBeouf drehen sollte und bei denen, so Wilde, sie sich unwohl fühlen könnte.

Doch Shia LaBeouf schien die Aussagen seiner Ex-Regisseurin so nicht stehen lassen zu wollen. Er meldete sich ebenfalls bei “Variety” zu Wort und stellte klar: Ihm wurde nicht gekündigt, vielmehr habe er selbst das Projekt verlassen. “Wir beide kennen die Gründe für meinen Ausstieg”, schrieb LaBeouf in einem Brief an Wilde, der er der Publikation zur Verfügung stellte. “Ich bin aus deinem Film ausgestiegen, weil deine Schauspieler und ich keine Zeit zum Proben finden konnten.”

Später machte ein Video auf Instagram die Runde, in dem Wilde LaBeouf am Telefon bittet, dem Film keine Absage zu erteilen. Im Video bezeichnet sie Florence Pugh als “Miss Flo” – ein Ausdruck, der als eine gewisse Abneigung Wildes Pugh gegenüber interpretiert wurde.

Der Wirbel um Harry Styles und seine Gage

Dass Superstar Harry Styles für die Hauptrolle von “Don’t Worry Darling” verpflichtet werden konnte, war durchaus ein Erfolg für den Film. Auf Instagram wurde er von Regisseurin Wilde schon im Vorfeld gefeiert. Es sei ihm hoch anzurechnen, in einem Film, in dem der weiblichen Figur die grössere Bedeutung zukomme, die männliche Hauptrolle zu übernehmen.

Angesichts der Aussage Pughs – “Wenn es nur um Sexszenen geht oder darum, dem berühmtesten Mann der Welt dabei zuzusehen, wie er jemanden oral befriedigt, ist das nicht der Grund, warum wir es tun” – scheint deren Auffassung zu Styles Rolle eine etwas andere zu breast.

Die Diskussion um die Bedeutung beider Schauspieler wurde zusätzlich befeuert durch – unbestätigte – Gerüchte über deren Gagen. Mehrere Magazine wollten wissen, dass Styles angeblich ein Vielfaches von der Gage von Florence Pugh zugekommen sei.

Die Premiere

Nach diesen ziemlich lauten Nebengeräuschen zu “Don’t Worry Darling” wurde dessen Premiere denn auch mit viel Spannung erwartet. Und man wurde nicht enttäuscht: Unter den Glamor in Venedig mischten sich einige, sagen wir mal auffällige, Momente.

WART EVIL! Spuckt yesterday Harry Styles auf Chris Pine?

Video: watson

Zu reden gab einerseits Florence Pugh, die im Vorfeld verlauten liess, sie werde nicht an der Premiere teilnehmen. Auch Wilde liess erklären, Pugh sei in die Dreharbeiten zum zweiten Teil des Films “Dune” eingebunden. Das galt allerdings auch für Timothée Chalamet, der dennoch zu den Filmfestspielen in Venedig erschien.

Florence Pugh at the Premiere of “Don't Worry Darling”.

Florence Pugh at the Premiere of “Don’t Worry Darling”.Picture: keystone

Pugh tauchte schliesslich, etwas überraschend, doch noch in Venedig auf und nahm ihren Auftritt wahr (zur Pressekonferenz hingegen erschien sie tatsächlich nicht). Dabei wurde aber offensichtlich, dass sich die Stars – insbesondere Harry Styles, Olivia Wilde und Florence Pugh – an dem Abend nicht so gut riechen konnten. Die drei schienen sich konstant aus dem Weg zu gehen und sicherzustellen, dass sich bei den Fotos immer jemand dazwischen stellte. Während allfällige Probleme zwischen Styles und Wilde nach wie vor ungeklärter Natur sind, so schienen doch diejenigen zwischen der Regisseurin und ihrer Hauptdarstellerin bestätigt.

Olivia Wilde schlug sich allerdings einigermassen tapfer und versuchte, an der Pressekonferenz etwas Feuer zu löschen. Auf Florence Pugh angesprochen sagte sie: “Wir sind so dankbar, dass sie es heute Abend für den roten Teppich schafft, obwohl sie bei ‹Dune› in Produktion ist.” Als Regisseurin wisse sie, wie mühsam es sei, einige Tage auf Hauptdarsteller und -darstellerinnen verzichten zu müssen. “Und wir werden heute Abend ihre Arbeit feiern. Ich kann gar nicht sagen, wie geehrt ich bin, sie als Hauptdarstellerin zu haben. Sie ist grossartig.”

An der Pressekonferenz sichtlich unwohl fühlte sich Co-Star Chris Pine. Seine (Nicht-)Reaktionen auf das Thema sprachen für sich. Ebenso wie sein Gesichtsausdruck, als Harry Styles etwas verwunderlich darüber sprach, wie für ihn das “Beste” am Film sei, dass es sich wie ein “echter Kinofilm” anfühle. (Später hörte man Styles dann noch darüber reden, wie er eigentlich “keine Ahnung” von dem habe, was er da vor der Kamera mache.)

Angesprochen auf die vielen Gerüchte über Dreharbeiten und Cast, fügte Olivia Wilde schliesslich an: “Was den endlosen Gossip und den Lärm da draussen betrifft: Da füttert das Internet sich selbst. Ich verspüre keinen Drang, etwas dazu beizutragen.”

Nick Kroll, Florence Pugh, Chris Pine, Regisseurin Olivia Wilde, Sydney Chandler, Harry Styles and Gemma Chan at the Premiere am 5. September in Venedig.

Nick Kroll, Florence Pugh, Chris Pine, Regisseurin Olivia Wilde, Sydney Chandler, Harry Styles and Gemma Chan at the Premiere am 5. September in Venedig. Picture: keystone

Ob der Film selbst dann auch nur halb so viel von dem Drama bietet, wie dasjenige, das ihn bis zuletzt umgibt, kann die Öffentlichkeit bald selbst entscheiden. “Don’t Worry Darling” is from 23. September in der Kinos zu sehen sein.

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