5. Etappe der Tour de France – Clarke schnappt sich den Sieg – Van Aert verteidigt Gelb – Sport

5. Etappe der Tour de France - Clarke schnappt sich den Sieg – Van Aert verteidigt Gelb - Sport
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  • Der Australian Simon Clarke feiert bei der 5. Etappe der Tour de France den grössten Erfolg seiner Karriere, indem er hauchdünn im Zielsprint reüssiert.
  • Der Leader Wout van Aert kommt rund 100 km vor dem Ziel zu Fall und fährt doch weiter im Maillot Jaune.
  • An einem ereignisreichen Tag wird Mitfavorit Primoz Roglic zum grossen Pechvogel (siehe Box), dafür kann Landsmann Tadej Pogacar überzeugen.

Am 5. Tag der Frankreich-Rundfahrt musste das Team Jumbo-Visma nur 24 Stunden nach seiner Dominanz eine Schlappe verkraften. Primoz Roglic (44.) verlor reichlich Zeit. Der Slowene büsste nach einem Sturz 2:08 Minuten auf die anderen Anwärter auf den Gesamttriumph ein.

Selbst ist der Mann: Roglics grosser Leidensweg


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Für den sportlichen Rückschlag Roglics gibt es allerdings eine plausible Erklärung. Denn beim Sturz kugelte sich der Tour-Gesamtzweite von 2020 eine Schulter aus, die er später unter grossen Schmerzen wieder selbst einrenken konnte. Wie der 32-Jährige hinterher in einem Interview, das auf Twitter die Runde machteschilderte, musste er sich dafür auf den Stuhl eines Zuschauers am Strassenrand setzen.

Auch Teamkollege Wout van Aert hatte früh im Rennen ungewollt Bodenkontakt und erlebte dabei einen Schreckmoment. Der 27-Jährige konnte sich aber zügig wieder aufs Rad setzen und fing sich. Obwohl es zwischenzeitlich nicht danach aussah, führt er die Gesamtwertung weiter an – neu mit 13 Sekunden Reserve vor Neilson Powless (USA). Der Belgier erreichte das Ziel wie das grosse Feld mit 1:04 Minuten Rückstand.

Vorjahressieger Tadej Pogacar, der ohne Zwischenfall durchkam, näherte sich Van Aert bedrohlich. Mit einem starken Antritt sowie einer taktischen Meisterleistung löste er sich aus dem verbliebenen Hauptfeld und holte 13 Sekunden auf seine Mitstreiter heraus. Der 23-jährige Slowene erreichte hinter einer sechsköpfigen Ausreissergruppe das Ziel 51 Sekunden nach dem Tagesbesten.

Holprige Strecke – umkämpftes Finale

Dieser hiess am Ende eines turbulenten Renntages mit zahlreichen Stürzen und nach der Auswertung des Zielfilms Simon Clarke (Israel-Premier Tech). Der Australier strampelte sich mit einem fulminanten Antritt und einem finalen Tigersprung in den Fokus und fing kurz vor der Ziellinie den Niederländer Taco van der Hoorn noch ab.

Die beiden Erstklassierten gehörten auf dem Teilstück über 153.7 km von Lille nach Arenberg bei Wallers einer letztlich noch vierköpfigen Spitzengruppe an. Die Strecke im Nordosten des Landes führte über 11 gefürchtete Kopfstein-Sektoren von total 20 km Länge und hatte deshalb die Charakteristik von Paris-Roubaix.

Ausblick auf den Donnerstag

Auf der 6. Etappe muss das längste Tagespensum bei der diesjährigen “Grande Boucle” abgespult werden. Von Binche nach Longwy warten hügelige 220 km auf den Tross. Tags darauf geht es dann erstmals ins Gebirge. Sie sind am Donnerstag ab 15:00 Uhr auf SRF info sowie in der Sport App wieder live mit dabei.

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