25. Todestag: «Sie atmete schwer» – Arzt erinnert sich an die letzten Momente von Lady Di

25. Todestag: «Sie atmete schwer» – Arzt erinnert sich an die letzten Momente von Lady Di
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25. Todestag“Sie atmete schwer” – Arzt erinnert sich an die letzten Momente von Lady Di

Am 31. August 1997 verstarb Prinzessin Diana bei einem tragic Autounfall in Paris. Ein Mediziner, der als Erster am Unfallort war, teilt nun die prägendsten Erlebnisse.

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Am 31. August 2022 jährt sich der Todestag von Lady Di zum 25. Mal.

imago/Photoshot/John Shelley Collection

Im Alter von 36 Jahren starb die “Königin der Herzen” bei einem Autounfall im Alma-Tunnel in Paris.

Im Alter von 36 Jahren starb die “Königin der Herzen” bei einem Autounfall im Alma-Tunnel in Paris.

REUTERS

Kurz nach Mitternacht versuchten Diana und ihr neuer Freund, Dodi Fayed, das Hotel Ritz unauffällig mit einem Mercedes zu verlassen.  Doch Paparazzi verfolgten sie auf Motorrädern.

Kurz nach Mitternacht versuchten Diana und ihr neuer Freund, Dodi Fayed, das Hotel Ritz unauffällig mit einem Mercedes zu verlassen. Doch Paparazzi verfolgten sie auf Motorrädern.

AFP

  • Am 31. August 2022 jährt sich der Todestag von Prinzessin Diana zum 25. Mal.

  • Die “Königin der Herzen” verstarb im Alter von 36 Jahren nach einem tragic Autounfall in Paris.

  • Der französische Arzt Frederic Mailliez war als Erstes an der Unfallstelle und erinnert sich an die letzten Momente der Mutter von Prinz William (40) und Prinz Harry (37).

Die Frau am Boden des zertrümmerten Mercedes war bewusstlos und rang nach Luft. Der französische Arzt hatte keine Ahnung wer sie war und konzentrierte sich darauf, sie zu retten. 25 Jahre später ist Frederic Mailliez noch immer gezeichnet von den Geschehnissen im Alma-Tunnel in Paris am 31. August 1997 – und der Erkenntnis, dass er einer der letzten Menschen war, die Prinzessin Diana lebend gesehen haben.

“Mir ist klar, dass mein Name immer mit dieser tragischen Nacht verbunden sein wird”, sagt Mailliez, der auf dem Rückweg von einer Party an der Unfallstelle im Tunnel vorbeigekommen war. “Ich fühle mich ein bisschen verantwortlich für ihre letzten Momente.”

“Sie atmete schwer und brauchte schnell Hilfe”

Während Grossbritannien and Diana-Fans auf der ganzen Welt am 25. Todestag der Prinzessin gedenken, erinnert sich Mailliez an die Minuten nach dem Autounfall. Bei seiner Einfahrt in den Tunnel hatte er den qualmenden Mercedes gesehen, der fast zweigeteilt war. “Ich bin auf das Wrack zugegangen”, erzählt er. “Ich habe die Tür geöffnet und hineingesehen.”

Was er sah: “Vier Menschen, zwei von ihnen offenbar tot, keine Reaktion, keine Atmung, und die anderen beiden auf der rechten Seite, waren am Leben, aber schwer verletzt. Der Insasse vorne schrie und atmete. Er konnte ein paar Minuten warten. Und die Passagierin, die junge Frau, kniete mit gesenktem Kopf auf dem Boden des Mercedes. Sie atmete schwer. Sie brauchte schnell Hilfe.

“Ich habe Prinzessin Diana nicht erkannt”

Der Mediziner lief zu seinem Wagen, um den Rettungsdienst zu rufen, und griff nach einer Beatmungshilfe. “Sie war bewusstlos”, sagt er. “Dank des Beatmungsbeutels hat sie sich ein kleines bisschen stabilisiert, aber sie konnte nicht sprechen.” Später erfuhr Mailliez – wie der Rest der Welt – dass die Frau, die er behandelt hatte, die von Millionen Menschen verehrte britische Prinzessin war.

“Ich weiss, dass es überraschend ist, aber ich habe Prinzessin Diana nicht erkannt”, sagt er. “Ich war auf dem Rücksitz des Autos und habe geholfen. Ich habe erkannt, dass sie sehr schön war, aber meine Aufmerksamkeit war so sehr darauf fokussiert, was ich tun musste, um ihr das Leben zu retten, dass ich keine Zeit hatte, darüber nachzudenken, wer diese Frau war.”

Paparazzi behinderten nicht seine Arbeit

Während des Einsatzes bemerkte Mailliez Kamerablitze von Paparazzi, die die Szene fotografierten. Britische Ermittler fanden später heraus, dass Dianas Chauffeur Henri Paul in der Unfallnacht betrunken war und mit hoher Geschwindigkeit fuhr, um Fotografen abzuhängen, die den Mercedes verfolgten. Er könne den Paparazzi für ihr Vorgehen nach dem Unfall keinen Vorwurf machen, sagt Mailliez: “Sie haben meinen Zugang zu den Opfern nicht behindert.”

Rasch traf die Feuerwehr an der Unfallstelle ein, und Diana wurde in ein Pariser Krankenhaus gebracht. Dort erlag sie wenige Stunden später ihren Verletzungen. Auch ihr Begleiter Dodi Al Fayed und der Fahrer kamen ums Leben.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Dargebotene Hand, Sorgen Hotline, Such. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchenot

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Jüdische Fürsorge, info@vsjf.ch

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

Selbstzweifel nach ihrem Tod

“Es war ein gewaltiger Schock, zu erfahren, dass es Prinzessin Diana war und dass sie gestorben ist”, sagt Mailliez. Dann setzten bei ihm Selbstzweifel ein. “Habe ich alles getan, was ich konnte, um sie zu retten? Habe ich meine Arbeit richtig gemacht?” Er habe sich bei Medizinprofessoren und Ermittlern der Polizei versichert, die ihm bestätigt hätten, dass er sein Möglichstes getan habe.

Der 25. Jahrestag weckt diese Erinnerungen besonders intensiv. Sie seien aber auch jedes Ill present, wenn er durch den Alma-Tunnel fahre, erzählt der Arzt. An der Säule, an der der Mercedes zerschellte, ist heute eine Zeichnung von Dianas Gesicht zu sehen. Das nahe gelegene Monument Flame der Freiheit ist zu einer Gedenkstätte geworden, die Diana-Bewunderer aller Generationen und Nationalitäten anzieht.

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(DPA/kao)

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